Er war ein strebsamer Student, sie war Sekretärin an der Universität. Sie trafen sich und verliebten sich ineinander. Er studierte fleißig und sie stand ihm bei, wo sie nur konnte. Sie schrieb die Texte, die er ihr diktierte und korrigierte sie. Stundenlang recherchierte sie für ihn im Internet, machte sich für ihn Notizen. Auch in der Zeit seines Examens war sie rund um die Uhr für ihn da und ließ es an nichts fehlen. Er bestand mit Bravour und sie heirateten.
Auch danach setzte sie sich für ihn ein, schrieb für ihn Bewerbungen und bat den Professor, für den sie arbeitete, dem geliebten Ehemann eine hochgestellte Position in einem Unternehmen zu vermitteln. Dies gelang und der junge Ehemann begann eine stolze Karriere. Unter seinen Mitarbeiterinnen war eine hübsche junge Frau. In die verliebte er sich und er begann ein Verhältnis mit ihr. Nach etwa einem Jahr kam seine Ehefrau dahinter und stellte ihn zur Rede. Er gab alles zu und erklärte: „Du weißt, ich bin ein nüchtern denkender Mann. Es kommt alles immer so, wie es kommen muss. Ich brauche dich nicht mehr und werde die Scheidung beantragen.“
Fazit: Ähnliche Fälle gibt es zuhauf.
Oder: Egoisten haben nur sich selbst im Sinn.
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