In einer politischen Runde wetterte einer gegen die Aufnahme von Migranten in seinem Land. „Die passen nicht zu uns, ihre Rassen sind uns völlig fremd. Wir müssen alles tun, um unsere Identität zu bewahren. Die fremden Rassen bringen unsere Kultur durcheinander, sind weniger fleißiger als wir, greifen nach unseren Frauen und stellen ständig neue Forderungen.“
Dagegen stand ein Teilnehmer auf und sagte: „Wenn du schon von unserer Identität sprichst, so soll sie mindestens gewährleisten, dass wir mit Vernunft und Verstand an alle uns berührenden Fragen heran gehen. Es gibt keine menschliche Rasse, weder biologisch noch kulturell. Alle Menschen sind im Grunde gleich. Von Rassen spricht man, wenn bestimmte Wesen so gezüchtet werden, dass sie sich äußerlich sehr gleichen und dass sie bestimmte Eigenschaften gemeinsam haben. Wer das nicht erfüllt, wird ausgesondert und nicht zur Weiterzucht zugelassen. Die trifft auf Haustiere wie Hunde oder Katzen zu, aber nicht auf Menschen. Während der Stammhalterzeit in Amerika hat jemand versucht, Sklaven zu züchten. Das ging gründlich daneben und wurde bald aufgegeben. Wer heute noch menschliche Rassentheorien vertritt, ist ein Idiot. Seine Art von Idiotie ist übrigens auch kein Rassenmerkmal. Sie ist auf der ganzen Welt in vielen Völkern anzutreffen.“
Fazit: Stämme, Völker oder Religionsgemeinschaften als Rassen zu bezeichnen, spricht für Unkenntnis, Fanatismus und Dummheit.
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