Eine Frau und ein Mann waren mit ihrem Auto unterwegs und fuhren in eine Großstadt ein. Ihr Ziel war eine Halle, in der eine beliebte Musikband auftreten sollte. Die beiden im Auto wollten unbedingt pünktlich sein, um keinen Teil des Auftritts zu versäumen. Also schalteten sie einen Navigator an, der sie schnell zu ihrem Ziel führen sollte. Das Paar verließ sich auf die neuen Technologien, das GPS und die Künstliche Intelligenz. Doch, wie leider recht oft in solchen Fällen, lenkte der Navigator die beiden in enge Gassen, die für den Autoverkehr gesperrt waren, und brachte sie in viele schwierige Situationen. Mehrmals gerieten sie in Straßensperren oder in Fußgängerzonen, wo sie von Passanten übel beschimpft wurden.
So erging es ihnen über längere Zeit. Der Mann, der den Wagen steuerte, wurde hypernervös und fluchte auf die Technik. Die Frau neben ihm aber bat ihn, an einer geeigneten Stelle anzuhalten. Dann stieg sie aus dem Auto aus und schaute sich um. Sie sprach mehrere Passanten an und fragte sie nach dem rechten Weg. Endlich traf sie auf einen älteren Herrn, der zu ihr sagte: „Die Halle ist allen im Ort bekannt, doch der Weg zu ihr ist etwas kompliziert.“ Dann begann er, der Frau eingehend zu erklären, wie sie von ihrem Standort aus den Weg zur Festhalle finden könnte. Er musste sich mehrmals wiederholen.
Schließlich hatte die Frau alles begriffen. Sie ging zu dem Mann zurück, und tatsächlich fanden die beiden nun zu ihrem Ziel. „Wenn die Technik versagt, bleibt nur die Frage: „Wie haben wir das früher gemacht? Dann landen wir immer wieder bei unseren Mitmenschen“, stellten die beiden fest.
Fazit: Wenn die Technik versagt, sind Menschen gefragt.
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