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Carolin Eberhardt

Die Nixe von Weimar

Sind Nixen gut oder böse? So einfach lässt sich die Frage nicht beantworten. In einer Auswahl von Weimarer Sagen wird die Ilmnixe Erlinde vorgestellt. Unheimlich mutet sie oft an und zugleich wunderschön und bezaubernd. Die Illustrationen wurden von einer 5. Klasse des Goethegymnasiums in einnem literisch-künstlerischen Projekt gestaltet. 

Der Mann an der Macht

Der Mann an der Macht

Florian Russi

Ermüdet von vielen Wahlkämpfen hatte die Mehrheit ihn, den Mann aus dem Volke, zu ihrem Präsidenten gewählt. Er hatte versprochen, alles zu verändern und zu verbessern. Viele hatten ihm misstraut, doch da er seine Versprechungen ständig wiederholte, glaubten immer mehr Wähler daran. Schließlich betonte er immer wieder, dass er erst etwas verbessern konnte, wenn man ihn zum Präsidenten gewählt und mit der notwendigen Macht ausgestattet hatte. Das sahen viele ein. Junge Wähler fanden ihn trendy und gingen für ihn auf die Straße. Schließlich wurde er gewählt und um ihn mit den notwendigen Vollmachten auszustatten, änderte man die Verfassung. Der neu gewählte Präsident führte einige Reformen durch, die von vielen gutgeheißen wurden.

Nach wenigen Jahren zeigte sich jedoch, dass er sich und seine Fähigkeiten überschätzt hatte. Mit dem Land, das er regierte, ging es immer mehr bergab. Der Präsident aber nutzte seine Macht nun vor allem dazu, jede Opposition auszuschalten und seine Gegner zu verfolgen. Als bei der anstehenden nächsten Wahl ein früherer Unterstützter gegen ihn kandidieren wollte, ließ er ihn ins Gefängnis werfen. Alle wichtigen Positionen im Staat besetzte er mit Freunden, Anhängern und Schmeichlern. Einem alten Mitstreiter gegenüber erklärte er: „Es geht in der Politik immer um Macht. Die habe ich bekommen und jetzt nutze ich sie. Auch im alten Rom wurden Männer zu Diktatoren gewählt. Sie mussten allerdings nach einem Jahr ihr Amt wieder zur Verfügung stellen. Ich jedoch habe vor, bis an mein Lebensende zu regieren.“

Fazit: „Das Gute an der Demokratie ist es vor allem, dass man einen ungeeigneten Herrscher auf friedliche Weise wieder abwählen kann.“ (Karl Popper)

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