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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Der Krieg

Der Krieg

Florian Russi

Wie gewohnt erschien der Sekretär am Montag früh vor seinem Präsidenten. „Ich habe nicht viel zu vermelden“, sagte er zu ihm. „Dank der Künstlichen Intelligenz läuft unsere Wirtschaft wie am Schnürchen. Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche wurde auf 6 Stunden reduziert. Die Gewerkschaften hatten 5 Stunden gefordert. Das Bruttoinlandsprodukt ist um 6 Prozent gewachsen. Den meisten Menschen geht es sehr gut. Das Problem ist die Langeweile. Gerade die jungen Menschen sind davon betroffen. Bis zur Volljährigkeit besuchen sie die Schule. Zu lernen gibt es sehr viel, doch danach wenig zu tun. Was im Altertum die Sklaven erledigen mussten, haben heute Automaten, Roboter und Künstliche Intelligenz übernommen. Was aber machen wir in der vielen freien Zeit?“

„Ich habe da eine klare Vorstellung“, erwiderte der Präsident. „Unser Nachbarland hat uns schon lange genug geärgert. Wir erklären ihm den Krieg. Da haben alle, die nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen, eine spannende Beschäftigung. Der Krieg ist der Vater aller Dinge, heißt es. Nur mit ihm werden wir in die Geschichtsbücher eingehen.

Fazit: Langeweile sollte nicht zur Aggression führen
oder
Wer viel Zeit hat, muss sich überlegen, was er Sinnvolles darin tun kann.

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Vorschaubild: Kombination von
- Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay
und
- Bild von Raka C. auf Pixabay

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