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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Der Grundstein und die Krähe

Der Grundstein und die Krähe

Florian Russi

Am Rande einer großen Wiese ließ ein reicher Mann ein prächtiges Landhaus errichten. Die Bauleute waren sehr fleißig und so entstand nach 6 Monaten ein stattliches Gebäude mit dicken Grundmauern, einer eindrucksvollen Fassade und teuren Ziegeln auf dem Dach. In der Umgebung lebten viele Krähen, die den Bau des Hauses voller Neugier beobachteten. Als das Gebäude fertiggestellt war,. trafen sich die Krähen auf dem Dach, krächzten zufrieden und bekleckerten die teuren Ziegel. Eine der Krähen aber flog nach unten, wo ein Grundstein symbolhaft aus der Erde ragte. Vor ihm plusterte sie sich auf und sagte triumphierend: „Die Ziegel auf dem Dach leuchten in herrlicher Farbe weit ins Land. Auf ihnen werden wir Krähen uns in Zukunft treffen und versammeln. Die Ziegel sind aus edlem Material und elegant geschwungen. Du aber bis klobig, grob, grau und unauffällig. Du interessierst uns nicht.“

Da antworte der Grundstein: „Meine liebe Krähe, was bist du so dumm. All die Ziegel, die du so sehr bewunderst, liegen auf einem Dachgebälk auf, das keinen Halt hätte, wenn nicht wir Grundsteine wären, und dem ganzen Haus Halt und Standfestigkeit geben würden.

Fazit: Wer etwas bewertet, sollte auch die Grundlagen kennen.



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Vorschaubild: Krähe, von: pixabay (lizenzfrei, kein Bildnachweis nötig)

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