Deutschland-Lese

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Autor Christoph Werner lässt den Weimarer Unternehmer und Verleger Friedrich Justin Bertuch zurückblicken auf das eigene Leben.

Ein Tag im Leben des Friedrich Justin Bertuch

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Der Fußtritt

Der Fußtritt

Florian Russi

Im Zugabteil saßen sich zwei Männer gegenüber. Der eine packte einen Korb aus und begann, von den Leckereien zu essen, die seine Frau ihm eingepackt hatte. Da trat der andere ihn gegen das Schienbein.

„Was soll das?“, herrschte der eine ihn an, worauf ihm der andere erneut ans Schienbein trat.

„Machen Sie das nie wieder!“, drohte der eine.

„Lassen Sie uns doch friedlich miteinander reden“, erwiderte der andere und trat ein drittes Mal zu. „Sie essen so leckere Sachen und ich sitze Ihnen gegenüber und muss zusehen. Schließen Sie also Frieden mit mir und geben mir einen gebührenden Teil ab.“

Da erhob sich der eine und drohte mit einem Messer. „Es geht hier nicht um Frieden, sondern darum, dass Sie sofort damit aufhören, nach mir zu treten. Ich warne Sie! Frieden kann man nur mit jemandem schließen, der frei von Aggression und Hinterhältigkeit ist.“

Fazit: Die erste Stufe zum Frieden bedeutet immer, dass zunächst der Angreifer damit aufhört, loszuschlagen.

Oder: Wirklichen Frieden gibt es nur unter Gerechten.

 

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Vorschaubild: photos/zug-wagen-menschen-menge-fuß-2373323/,Urheber: Engin Akyurt auf Pixabay.

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