In einer Runde saßen einige Menschen beisammen und diskutierten über die sogenannte Gravitation, insbesondere über die Schwerkraft der Erde. „Auf der Erde strebt alles, was existiert, der Erdmitte zu“, erklärte einer der Teilnehmer. „Darüber hinaus üben Massen Anziehungskräfte auf ihr Umfeld aus und alle Gegenstände beeinflussen sich, sodass theoretisch der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien in Europa einen Wirbelsturm auslösen könnte.“
„Das ist absolut unwahrscheinlich, aber dennoch denkbar“, erwiderte ein anderer. „Überall gelten die Regeln der Physik, und sie sagen uns auch, dass nichts, was ist, gänzlich verloren geht. So gilt auch die Aussage, dass der Todeshauch Caesars noch irgendwo existiert.“
„Auch alle Gedanken bleiben existent“, ergänzte ein Dritter. „Wir sind Teile des Universums, und was auch immer wir uns vorstellen, ist möglich. Andernfalls könnten wir es uns nicht vorstellen.“
„Das heißt auch, dass nichts in unserem Leben völlig vergeblich ist“, wandte ein Vierter ein. „Wir kennen noch lange nicht alle Gesetze und Kräfte der Natur. Doch auch, ob sie gut oder böse übereinander denken, wirkt sich in ihr aus. Gedanken sind wie Flügelschläge und können ungeahnte Kräfte auslösen. Umso mehr Menschen ähnliche Gedanken haben, gewinnen sie an Einfluss. So können sie sich auch gegen Verbrecher und Tyrannen wehren. Die meisten von denen haben kein glückliches Ende gefunden.“
Fazit: Der geringste Gedanke kann Wirkungen auslösen.
Oder: Wenn die meisten das Gute wollen, hat das Böse wenig Chancen.
Oder: Die Wirkungsforschung steht erst am Anfang.
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