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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Der Antidemokrat

Der Antidemokrat

Florian Russi

Ein Mann kam von einer Demonstration und begegnete einem Freund. „Wofür oder wogegen hast du denn demonstriert?“, fragte dieser ihn.
„Gegen die Demokratie“, antwortete der Mann.
„In der ganzen Welt zeigt sich, dass die Demokratien auf dem Rückzug sind. Unsere Welt ist viel zu kompliziert, als dass alle Bürger mitbestimmen könnten. Die meisten Menschen sind dumm und ungebildet.  Außerdem dauern demokratische Prozesse viel zu lange. Es hält nur auf, wenn alle mitreden. Wir brauchen starke Führer, die Visionen haben und schnell entscheiden können. Ich bin entschieden dafür, die Demokratie abzuschaffen.“

Da legte der Freund dem Mann seine Hand auf die Schulter und sagte: „Dann fang‘ doch gleich damit an und halte von jetzt an deinen Mund.“

 

Fazit: Andere zu beschränken, entspringt oft der eigenen Überheblichkeit
oder
Dummheit und Widersprüchlichkeit finden sich oft nicht dort, wo es behauptet wird.

*****

Vorschaubild: Göttin der Demokratie (York University Toronto), via wikimedia commons, gemeinfrei

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