In einem Zugabteil saßen sich ein junger Mann und eine junge Frau gegenüber, die entweder Geschwister oder ein Paar waren, sich jedenfalls gut kannten. Der junge Mann wirkte sehr missgelaunt. Er überhäufte die Frau mit Vorwürfen. Dann trat er immer wieder mit dem Fuß gegen sie oder schlug auch nach ihr. Die junge Frau versuchte, ihn zu besänftigen. Sie redete beruhigend auf ihn ein und bat ihn, sich doch friedlich zu verhalten. Der Mann ließ sich nicht umstimmen und trat und schlug weiter in Richtung der Frau. Schließlich wurde das auch einem Herrn zu viel, der als dritter Fahrgast im Abteil saß.
„Hören Sie sofort auf, die Frau zu belästigen“, sagte er zu dem Mann in strengem Ton.
„Was geht das denn Sie an? Sie haben ja keine Ahnung“, erwiderte der Mann und hob seine rechte Hand drohend auch gegen den Mitreisenden. Der war von kräftiger Statur. Er holte aus und versetzte ihm eine schallende Ohrfeige. Der Angreifer sah schnell ein, dass er gegen ihn keine Chance hatte. Mit schmerzerfülltem Gesicht verließ er das Abteil.
Fazit: Viele Aggressionen lassen sich durch Worte nicht beeinflussen.
Oder: „Auf einen großen Klotz gehört ein großer Keil“ (Sprichwort)
Oder: Wer den Frieden erhalten will, muss sehr stark sein.
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Vorschaubild: vectors/der-zorn-kämpfen-männlich-mann-1300528/, Urheber: OpenClipart-Vectors auf Pixabay;neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.