In einem Vortrag sprach der Referent über das „christliche Mittelalter“ und legte dar, wie sehr dieser Zeitraum durch die christliche Religion geprägt worden sei. Als er geendet hatte, meldete sich ein Zuhörer und erklärte: „Sicher hat im Mittelalter die Macht der christlichen Kirche eine bedeutende Rolle gespielt, doch ich kann zu keiner Zeit entdecken, dass die Lehren Jesu Christi im Mittelalter eine prägende Wirkung gezeigt hatten. Jesus fordert die Nächstenliebe, aber es wurden laufend brutale Kriege geführt mit Mord, Totschlag, Folter und Vergewaltigung. Zudem hat Papst Urban II. öffentlich gelogen und behauptet, dass Gott die Kreuzzüge wolle. Sie waren grausam, schadeten dem Ansehen Gottes und blieben schließlich sinnlos. Jesus forderte Barmherzigkeit, doch christliche Geistliche und Laien haben unschuldige Menschen als Hexen verfolgt, gequält, gefoltert und lebendig verbrannt.
Ein wesentlicher Teil der Bergpredigt Jesu` befasst sich mit der Unantastbarkeit der Ehe. Im Mittelalter aber haben Fürsten, Adlige, viele Geistliche und alle, die es sich leisten konnten, wild herumgehurt. War das christlich?"
"Zeitgenossen belügen sich, um sich zu rechtfertigen oder ihre Interessen durchzusetzen. Geschichte aber sollte ehrlich sein. Das wäre ihr höchster Wert.“, erklärte einer, der dabeistand.
Fazit: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Jesus)
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