Zwei Schwestern lebten in einem gemeinsamen Haushalt. Eines Tages sagte die eine zur anderen: „An mir solltest du nicht sparen. Immer wieder fehlt es in unserer Küche an Milch. Gestern Abend wollte ich davon trinken, doch nirgendwo habe ich auch nur einen Rest gefunden. Da war ich sehr sauer. Du gehst heute doch sicher noch zum Einkaufen. Dann denke daran, ausreichend Milch mitzubringen.“
„Wieso sollte ich an dir sparen? Ich habe nie bemerkt, dass es dir an Milch gefehlt hätte“, erwiderte die Schwester ärgerlich. „Du solltest nicht so mit mir reden!“
„Es tut mir leid“, sagte nun die andere. „Eigentlich wollte ich sagen: ‚Solltest du heute zum Einkaufen gehen, dann bringe auch bitte 2 Flaschen Milch für mich mit.‘"
„Wenn du es eigentlich so sagen wolltest, solltest du es auch so tun“, antwortete die Schwester.
Fazit: Eine freundlich angesprochene Bitte braucht erstens nicht so viel Zeit wie ein Vorwurf und wird zweitens lieber befolgt.
*****
Vorschaubild: vectors/junge-kinder-familie-kämpfen-2027675/, Urheber: OpenClipart-Vectors auf Pixabay;neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.