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Sesenheimer Liebeslyrik

Florian Russi

Während seines Studiums in Straßburg lernte Johann Wolfgang von Goethe die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und Goethe wurde durch Friederike zu wundervollen Gedichten angeregt.

Einige von ihnen (Heideröslein, Mailied, Willkommen und Abschied u. a.) zählen zu seinen besten und beliebtesten überhaupt. In diesem Heft sind sie vorgestellt und mit Bildern und Erläuterungen angereichert.

Die Hühner und das Rebhuhn

Die Hühner und das Rebhuhn

Äsop

Ein Mensch, der sich viele Hühner hielt, fand im Feld ein Rebhuhn, das nicht mehr fliegen konnte. Er nahm es auf und brachte es zu seinen Hühnern. Dort, so dachte er, würde es eine passende Umgebung finden, in der es zufrieden leben konnte.

Die Hühner waren jedoch alles andere als freundlich zu dem Neuankömmling. Sie pickten und hackten nach ihm und vertrieben ihn, wenn er an ihrem Fressen teilhaben wollte. Darunter litt das Rebhuhn sehr. Tief traurig verkroch es sich einem entlegenen Winkel des Hühnerhofs. Von dort beobachtete es das Treiben der Hühner.

Was es da sehen musste, war, dass die Hühner nun gegenseitig aufeinander losgingen, aufeinander einhackten und sich die Federn rupften. Es hat also nicht an mir gelegen, dachte das Rebhuhn, die Hühner sind auch untereinander feindselig und bösartig.

Fazit: Wer boshaft ist, findet immer ein Opfer
oder
Wirklichen Frieden wird es erst geben, wenn alle Lebewesen die Boshaftigkeiten einstellen.

*****

nacherzählt von Florian Russi

Vorschaubild: Collage aus zwei Bildern von pixabay (gemeinfrei)

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