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Goethe hat ihn bewundert

Goethes Begegnungen mit Felix Mendelssohn Bartholdy.

Horst Nalewski

Der Musikkenner und international geachtete Literaturwissenschaftler Horst Nalewski erzählt anhand fünf ausgewählter Beispiele von dem außergewöhnlichen Aufeinandertreffen und Zusammenwirken zweier Künstler. Eine CD mit den Musikstücken liegt diesem Büchlein bei.

Der Geizhals

Der Geizhals

Äsop

Ein reicher Geizhals hatte große Sorge, sein Geld zu verlieren. Deshalb kaufte er sich dafür einen großen Goldklumpen. Den aber vergrub er heimlich vor den Mauern der Stadt, in der er lebte. Jeden Tag suchte er die Stelle auf, wo er den Klumpen begraben hatte und vergewisserte sich, dass er unversehrt geblieben war.

Dabei wurde er jedoch von einem Feldarbeiter beobachtet, der aus dem was er sah, die richtigen Schlüsse zog. Nachdem der Geizhals den Grabungsort verlassen hatte, schlich sich der Feldarbeiter heran, grub den Goldklumpen aus und trug ihn davon.

Als der Geizhals am folgenden Tag wiederkehrte und feststellte, dass sein Gold gestohlen worden war, raufte er sich die Haare und begann zu jammern und zu fluchen. Ein Mann der zufällig vorbeikam, hörte dies und ließ sich von dem Geizhals erzählen, was sich ereignet hatte. Da antwortete der Mann, „Nimm einen Stein und lege ihn an die Stelle, wo du dein Gold vergraben hattest. Dann kannst Du jeden Tag wiederkommen und dir vorstellen, der Goldklumpen läge noch dort. Damit ändert sich für Dich nichts. Denn als das Gold noch da lag, hast du von ihm keinen Gebrauch gemacht“.

Fazit: Besitz ist nur etwas wert, wenn er genutzt wird.

nacherzählt von Florian Russi



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Bildquelle: Baum auf dem Feld von Besi via pixabay.com, gemeinfrei

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