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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Der Fuchs und der Esel

Der Fuchs und der Esel

Äsop

Ein Esel fand das Fell eines Löwen. Er schlüpfte hinein und stolzierte triumphierend durch den Wald. Laut tönend schrie er sein „ia, ia“ vor sich her und beeindruckte die anderen Tiere, die voller Schrecken vor ihm davonflohen. Nur der Fuchs ließ sich nicht beeindrucken. Er lief nicht davon, sondern stellte sich dem Esel entgegen.
„Siehst du nicht, wer ich bin?“
, rief der Esel ihm verwundert zu.
„Das sehe ich wohl“
, antwortete der Fuchs, „aber ich höre auch deine Stimme. Nie ist mir je ein Löwe begegnet, der ia ia gerufen hätte“.


Fazit: Wer Eindruck schinden will, sollte oft besser schweigen.


nacherzählt von Florian Russi


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Teaserfoto: pixabay, aus zwei Bildern zusammengefügt und neu bearbeitet von Kati Spantig, Urheber beider Bilder: Clker-Free-Vector-Images (gemeinfrei, kein Bildnachweis nötig)

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