Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Schön-Rohtraut

Schön-Rohtraut

Eduard Mörike

Diese Ballade des schwäbischen Pfarrers und Dichters Eduard Mörike (1804-1875) handelt von einer schönen Prinzessin und einem jungen Höfling, der sie liebt, ihr aber nicht ebenbürtig ist. Die Prinzessin ist emanzipiert. Sie erlaubt ihrem Verehrer, sie auf den Mund zu küssen. Das allerdings ist für beide der äußerste Schritt.

Florian Russi

Wie heißt König Ringangs Töchterlein?
Rohtraut, Schön-Rohtraut.
Was tut sie denn den ganzen Tag,
Da sie wohl nicht spinnen und nähen mag?
Tut fischen und jagen.
O daß ich doch ihr Jäger wär!
Fischen und jagen freute mich sehr.
-Schweig stille, mein Herze!
Und über eine kleine Weil,
Rohtraut, Schön-Rohtraut,
So dient der Knab auf Ringangs Schloß
In Jägertracht und hat ein Roß,
Mit Rohtraut zu jagen.
O daß ich doch ein Königssohn wär!
Rohtraut, Schön-Rohtraut lieb ich so sehr.
-Schweig stille, mein Herze!

Einstmals sie ruhten am Eichenbaum,
Da lacht Schön-Rohtraut:
>>Was siehst mich an so wunniglich?
Wenn du das Herz hast, küsse mich!<<
Ach! erschrak der Knabe!
Doch denket er: mir ist´s vergunnt,
Und küsset Schön-Rohtraut auf den Mund.
-Schweig stille, mein Herze!

Darauf sie ritten schweigend heim,
Rohtraut, Schön-Rohtraut;
Es jauchzt der Knab in seinem Sinn:
Und würdest du heute Kaiserin,
Mich sollt´s nicht kränken!
Ihr tausend Blätter im Walde wißt,
Ich hab Schön-Rohtrauts Mund geküßt!
-Schweig stille, mein Herze!

 

 -----

Vorschaubild: Rita Dadder

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Erlkönig
von Johann Wolfgang von Goethe
MEHR
Der Sänger
von Johann Wolfgang von Goethe
MEHR
Der Feuerreiter
von Eduard Mörike
MEHR
Lederhosensaga
von Börries Freiherr von Münchhausen
MEHR
Der Totentanz
von Johann Wolfgang von Goethe
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen