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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Reichstag

Reichstag

Gerhard Klein

Der Reichstag wurde nach der Proklamierung Berlins zur Reichshauptstadt 1871 in 10-jähriger Bauzeit 1884 bis 1894 errichtet. Die Außengestaltung im Neorenaissancestil sowie die zentrale Kuppel verliehen dem Bauwerk einen repräsentativen Charakter. Zugleich markiert der Reichstag besondere Ereignisse der deutschen Geschichte. Am 9. November 1918 wurde vom Reichstag aus die Republik ausgerufen. Im Februar 1933 nutzten die Nationalsozialisten den Reichstagsbrand als Vorwand zur Beseitigung der Weimarer Verfassung und im April 1945 hissten sowjetische Soldaten die Rote Fahne auf dem Reichstag als Zeichen des Sieges über Hitlerdeutschland.

Das am Kriegsende stark zerstörte Gebäude wurde zunächst baulich gesichert. Die Kuppel musste aus Sicherheitsgründen gesprengt werden. Ab 1961 plante man den Wiederaufbau, der 1973 abgeschlossen wurde. Ein erneuter Umbau des Reichstages zu einem modernen Plenargebäude wurde notwendig, als die Bundesregierung ihren Sitz nach Berlin verlegte. 1999 erfolgte die Schlüsselübergabe für das neue Reichstagsgebäude mit der attraktiven gläsernen Kuppel, die Einblicke in den Plenarsaal ermöglicht und gleichzeitig eine prächtige Aussicht auf Berlins Mitte bietet.

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- Text und Zeichnung aus: Berlin-Skizzen. Zeichnungen und Texte von Gerhard Klein. Bertuch-Verlag Weimar 2010.
- Foto: Rita Dadder

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