Deutschland-Lese

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Ilona Traub/Peter Traub

Magische Orte in Mitteldeutschland III
Zwischen Thüringer Schiefergebirge und Rhön, Eichsfeld und Altenburg
Reiseführer

Von der magischen Anziehungskraft einer bezaubernden Landschaft

Was verleiht dem Gebiet zwischen Thüringer Schiefergebirge und Eichsfeld so große Anziehungskraft, dass berühmte Kaiserinnen und Dichter hier verweilten, ja selbst der Teufel sich dahin aufgemacht haben soll?
Es ist die Magie seiner Landschaften – der Wälder, Gebirgszüge und Fluss­täler. Der Reiz alter Klosterruinen, trutziger Burgen, blühender Parks und zum Himmel aufragender Dome. Die Schönheit tausendjähriger Städte und der wie von Feenhand geschaffenen Unterwelten.
Erneut nehmen uns Ilona und Peter Traub mit auf Entdeckungsreise. Sie führen zu ausgewählten Orten, erzählen ihre Geschichte, ihre Sagen, Legenden und begegnen Zeugnissen der rätselhaften Bindung von Mensch und Natur.

Unser Leseangebot
Herrgottskirche Creglingen

Herrgottskirche Creglingen

Werner Rosenzweig

Sehenswerte Altäre

Die im Jahr 1389 geweihte Herrgottskirche in Creglingen beherbergt in ihren Mauern eines der Hauptwerke des berühmten Bildhauers Tilman Riemenschneider: Den Creglinger Marienaltar, der zwischen 1490 und 1510 entstanden sein soll. Mit seinen beeindruckenden Ausmaßen von 9,20 Metern Höhe und fast drei Metern Breite besteht er aus seinem steinernen Sockel, dem Mittelschrein, zwei Seitenflügeln und dem geschnitzten Zieraufsatz. Wurde der Schrein von dem begnadeten Künstler aus Föhrenholz herausgearbeitet, sind die Figuren darin aus weicherem Lindenholz geschnitzt. Im Gesprenge darüber ist die Krönung Mariens zu sehen, und über allem steht der auferstandene Christus. In den Seitenflügeln hat Riemenschneider die Ankündigung der Schwangerschaft Mariens, die Geburt Jesus, Jesus im Tempel und die Begegnung Marias mit Elisabeth verarbeitet. Der Marienaltar ist nicht die einzige Kostbarkeit in der Kirche. Der sehenswerte Hochaltar im Chor aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde von unbekannten Künstlern geschaffen. Die beiden linken und rechten Seitenaltäre stammen ebenfalls aus dieser Zeit und sind der heiligen Maria, Johannes dem Täufer und dem Heiligen Leonhard gewidmet. Die Legende besagt, dass die Herrgottskirche erbaut wurde, weil ein Bauer beim Pflügen an diesem Ort eine unversehrte Hostie fand.

Weitere Informationen:

Herrgottskirche Creglingen

Herrgottskirche 1 A

97913 Creglingen

https://www.herrgottskirche.de/

*****

Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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