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Tee mit der Königin

Kurzgeschichten aus Wales herausgegeben und übersetzt von Frank Meyer und Angharad Price.

Reichardt, Louise Caroline

Reichardt, Louise Caroline

Die in Berlin 1779 geborene Sängerin, Komponistin, Musikpädagoin und Tochter von Johann Friedrich Reichard (Komponist und Schriftsteller) und Juliane Reichardt (Sängerin und Komponistin) komponierte insgesamt mehr als 90 Lieder und Chorsätze. Sie erlernte das Klavier-, Harfe-, Laute- und Gitarrenspiel autodidaktisch, ebenso erschloss sie sich den Gesang weitestgehend im Selbststudium. Öffentliche Auftritte duldete ihr Vater nicht, Ausnahmen bildeten Kirchenauftritte und Darstellungen in privater Runde. Gegen den Willen ihres Vaters ging Louise 1809 nach Hamburg, um ihren Traum, Musikpädagogin zu werden, zu verwirklichen. Hier wohnte sie im Hause des Bankiers Jerome Sillem, später dauerhaft bei dessen Mutter, Marie Louise Sillem, wo sie im großen Saal des Stadthauses bei den regelmäßigen Hauskonzerten mitwirkte. In Zusammenarbeit mit Johan Heinrich Clasing war sie als Gesangslehrerin tätig und gründete eine Musikschule für Frauen sowie den ersten Frauenchor. Ihr Ziel war es, die Werke von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel bekanntzumachen. Ihre zunächst gut betuchte Situation verschlechterte sich auf Grund ihrer nachlassenden Gesundheit und des zunehmenden Konkurrenzdrucks. Um ihr einen würdigen Lebensabend in einem anderen Haus zu ermöglichen, vermachte Marie Louise Sillem ihr nach ihrem Tod eine monatliche Rente. Louise Reichardt verstarb 1826 und wurde auf dem Johanniskirchhof beisgesetzt. Seit 1929 besteht in Hamburg-Bahrenfeld die Reichardtstraße, benannt nach Johann Friedrich Reichardt, welche 2001/2002 um Louise Caroline Reichardt ergänzt wurde. 

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