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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Ganzhorn, Wilhelm

Ganzhorn, Wilhelm

Wilhelm Christian Ganzhorn, geboren am 14. Januar 1818 in Böblingen, war Jurist, Dichter und Politiker. Im Dienst des Königreichs Württemberg wirkte er an mehreren Orten, zuletzt als Oberamtsrichter in Cannstatt bei Stuttgart. Er hatte den Ruf eines verständigen und milden Richters. Politisch engagierte er sich in der demokratischen Bewegung. Er kandidierte als Bürgermeister und für den württembergischen Landtag, wurde aber nicht gewählt. Ganzhorn bereiste weite Teile Deutschlands und pflegte viele Kontakte. Mit bedeutenden Geistesschaffenden seiner Zeit, so mit Ferdinand Freiligrath, Victor von Scheffel, Gustav Schwab und Ludwig Uhland war er befreundet.

1841 gab er das „Schwäbische Volksliederbuch" heraus, das 200 Lieder, darunter Texte von Uhland, Schiller, und Justinus Kerner beinhaltete. Ganzhorn selbst schrieb mehr als 300 Gedichte, von denen „Im schönsten Wiesengrunde" das bis heute bekannteste ist. Lauf einer Umfrage aus dem Jahr 2004 war es das beliebteste deutsche Volkslied überhaupt.

Ganzhorn starb am 9. September 1880 in Cannstatt.

 

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Vorschaubild:  Gedenk-Plakette für Wilhelm Ganzhorn am ehemaligen Oberamtsgericht Neckarsulm
Fotograf: Joachim Köhler,CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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