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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Florian, Jean-Pierre Claris de

Florian, Jean-Pierre Claris de

Der in Sauve geborene französische Dichter erlangte besonders durch seine Fabeln eine große Bekanntheit, aber auch durch den Text zu dem Liebeslied Plaisir d’amour, welcher aus seiner Novelle „Célestine“ stammte. Ebenso überzeugte seine Übersetzung des Don Quijote.

Florian, dessen Mutter spanischstämmig war, verlebte eine naturverbundene Kindheit. Mit zehn Jahren pflegte er Kontakt zu seinem Onkel väterlicherseits, welcher ein Verwandter von Voltaire war und ebenfalls der Philosophie zugeneigt war. Im Alter von 13 Jahren trat er in Versailles den Dienst als Page des Herzogs von Penthièvre an, durch den er einige Jahre später auf die königliche Artillerieschue zu Bapaume entsandt wurde. Nachdem er ab 1772 als Sous-lieutenant im Dragonerregiment des Herzogs von Penthièvre gedient hatte, zog er sich zugunsten seiner schriftstellerischen Tätigkeit aus seiner militärischen Laufbahn zurück. Sein Leben verbrachte er zum Teil in Paris, aber auch in den Schlössern des Herzogs, wo er der Mittelpunkt der geistreichen Geselligkeit darstellte. Bereits mit 33 Jahren wurde er in die Académie française aufgenommen.

Mit beginnender Französischer Revolution flüchtete er von Paris nach Sceaux, wo er ab August 1789 als Kommandant der Nationalgarde eingesetzt wurde. Florian lebte in einem ihm von Penthièvre übertragenen Haus. Als Sympathisant von Marie-Antoinette, welcher er eine verständnisvolle Widmung in seinem Roman Numa Pompilius zukommen ließ, wurde Florian 1793 in Sceaux verhaftet und erst ein Jahr später aus der Haft entlassen. Der Arrest hatte seiner Gesundheit allerdings so stark zugesetzt, dass er noch im selben Jahr, am 13. September 1794 im Alter von 39 Jahren verstarb.

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