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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Fabeln

Fabeln

Florian Russi

Als Fabel werden Erzählungen bezeichnet, in denen in der Regel Tiere, manchmal auch Pflanzen oder andere nicht menschliche Lebewesen die Handelnden sind. Das Wort stammt vom lateinischen „fabula", das Erzählungen, Sagen oder Geschichte bedeutet. Als literarische Gattung ist die Fabel schon seit der Antike bekannt. Erste Beispiele finden sich bei den Sumerern, einem Volksstamm der im 3. Jahrtausend vor Christus im Gebiet des Zweistromlandes im heutigen Irak lebte und wirkte. Zum bedeutendsten Fabeldichter des Altertums wurde der im 6. vorchristlichen Jahrhundert in Griechenland lebende Äsop. Er soll Sklave bei mehreren Dienstherren gewesen, später freigelassen worden sein und in Diensten des sagenumworbenen Königs Krösus (Kroisos von Lydien) gestanden haben. Seine Fabeln und Gleichnisse waren weit verbreitet und wurden von vielen späteren Autoren übernommen und nachgeahmt.

Fabeln wurden und werden in Versform oder Prosa verfasst. Sie behandeln ein einziges Thema, sind in der Regel kurz gefasst und beinhalten einen Lehrsatz oder eine bestimmte Moral. Deshalb gehörten sie in der Antike und im Mittelalter auch zum Lehrstoff an Schulen. Dass nicht Menschen, sondern Tiere oder andere Lebewesen die Akteure oder Betroffenen sind, hat den Vorteil, dass die in den Fabeln enthaltene Aussage abstrahierend, bzw. „durch die Blume" oder durch Fuchs, Wolf oder Hasen erfolgt und deshalb nicht bestimmte Menschen provoziert, deren Verhalten mit dem Geschilderten gemeint ist. So übernimmt zum Beispiel ein Löwe die Rolle des Herrschers, Königs oder Diktators und ein Lamm die des gedrückten und gedemütigten Volkes.

Bekannte und beliebte Fabeldichter waren neben Äsop vor allem der Franzose Jean de La Fontaine (1621-1695) und in Deutschland Martin Luther (1483-1546), Hans Sachs (1494-1576) Christian Fürchtegott Gellert (1719-1769) und Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Auf der Deutschland-Lese werden wir in unregelmäßiger Folge sie und ihre bedeutendsten Fabeln vorstellen.

 

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Vorschaubild: wikimedia;  Wilhelm von Kaulbach: Illustration (1857) zu Goethes Reineke Fuchs - gemeinfrei

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