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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Aschermittwoch

Aschermittwoch

Florian Russi

Tag der Einkehr

Die Asche kann auch in Kreuzform auf den Kopf gestreut werden, wie auf diesem polnischen Gemälde von 1881 zu sehen.
Die Asche kann auch in Kreuzform auf den Kopf gestreut werden, wie auf diesem polnischen Gemälde von 1881 zu sehen.

Der Aschermittwoch ist ein christlicher Feiertag. Er signalisiert das Ende der Fastnachts- und den Beginn der Fastenzeit. Seinen Namen hat er daher, dass an diesem Tag die Priester den Gläubigen symbolisch mit dem Finger ein Kreuz aus Asche auf die Stirn malen oder auch etwas Asche auf den Kopf streuen. Es ist ein Dokument der Buße und der Unterwerfung. Katholische Priester sprechen dabei die Worte: „Mensch bedenke, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst" oder auch „Bekehrt euch und glaubt an die frohe Botschaft". Die Regeln schreiben vor, dass die Asche aus dem Verbrennen von Palmzweigen aus den Osterfeierlichkeiten des vorangegangenen Jahren gewonnen wird.

Mit dem Bußakt sollen die Sünden, Verfehlungen oder Übertreibungen der Menschen während der vorangegangenen Faschingstage bewusst gemacht und bereut werden. Zugleich sollen die Gläubigen auf die nun beginnende Fastenzeit eingestimmt werden. Die Fastenzeit in den katholischen oder evangelischen Kirchen beginnt jeweils 46 Tage vor dem Osterfest. 6 dieser Tage fallen auf einen Sonntag, an dem nicht gefastet wird. Die verbleibenden 40 (Werk)tage sollen daran erinnern, dass Jesus Christus sich, bevor er zu predigen begann, 40 Tage in die Wüste zurückgezogen und dort gefastet und gebetet hatte.

Das Fasten wurde in religiösen Gemeinschaften schon immer als ein Weg gesehen, die sinnlich-fleischlichen Gelüste der Menschen zurückzuführen und ihre geistigen und besinnlichen zu fördern und zu stärken. Es wird auch in vielen modernen Gesundheitstherapien als Mittel eingesetzt. Für viele, auch nicht religiöse Menschen, entspricht das gelegentliche Fasten einem inneren Bedürfnis.

Die Karnevalstage sind vorbei, es beginnen die Tage der inneren Einkehr und Bescheidung. Es gilt, sich auf das Gedenken an den Opfertod Christi am Karfreitag und dessen triumphale Auferstehung an Ostern einzustimmen. So ist der Aschermittwoch für Christen ein besonderer Tag, der mit Messen und Andachten begangen wird. Obwohl er kein gesetzlicher Feiertag ist, haben Arbeitnehmer oder Schüler einen Rechtsanspruch darauf, für die Teilnahme an einem Gottesdienst freigestellt zu werden.

    

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Bildquellen:
- Vorschaubild: "Lent personified at a Carnival celebration"  Teilansicht eines Gemäldes von Pieter Brueghel dem Älteren aus dem Jahr 1559. (Symbolische Verkörperung der Fastenzeit beim Karneval, Bildquelle: wikimedia commons)

- Bild im Text: "Aschermittwoch" Gemälde von Julian Falat aus em Jahr 1881

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