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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Weihnachtsgruß

Weihnachtsgruß

Robert Schumann

Robert und Clara Schumann, geb. Wieck, gelten Vielen als Traumpaar. Doch das Schicksal hat die beiden vor viele Prüfungen und Enttäuschungen gestellt. Der Komponist Robert Schumann lernte die 9 Jahre jüngere Clara Wieck kennen, als er bei ihrem Vater in Leipzig Klavierunterricht nahm und längere Zeit auch im Hause der Wiecks wohnte. Irgendwann verliebte er sich in sie. Doch Claras Vater war entschieden gegen diese Beziehung und unternahm Anstrengungen, dass die beiden sich nicht begegnen sollten. Ihr Recht zu heiraten, mussten Robert und Clara durch ein Gerichtsurteil erzwingen. Das väterliche Verdikt hatten die beiden zuvor ständig umgangen, sich getroffen und Briefe gewechselt. Eine weihnachtliche Liebesbezeugung ist im Folgenden wiedergegeben.

Florian Russi

Robert Schumann an seine Braut Clara

Clara Schumann
Clara Schumann
Gott grüß Dich, mein herziges Mädchen ... Hier hast Du mein Angebinde zum Heiligen Christfest. Du, meine Liebe, meine treue Gefährtin, mein holdes, zukünftiges Weib, wenn ich nun in zwei Jahren am Heiligen Christ die Türe aufmache und Dir alles zeigen werde, was ich Dir geschenkt, eine Haube, vieles Spielzeug, neue Kompositionen, dann wirst Du mir noch ganz anders um den Hals fallen und einmal über das andere ausrufen: „Wie hübsch, wer einen Mann so vorzüglich wie Dich hat!" Und ich werde dann Deiner Freude gar keinen Halt tun können und Du wirst mich dann in Dein Zimmer führen, wo Du aufgeputzt und beschert hast . . . das Glück! Dann werden wir immer stiller, der Christbaum brennt immer schwächer und Küsse sind unser Gebet, daß es immer so bleiben möge...

 

 

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- Vorschaubild: Robert Schumann, Lithographie von Joseph Kriehuber, Wien 1839; bearb., von Rita Dadder. Im Bild unten: Original-Signatur von Robert Schumann
- Bild "Clara Schumann": Porträt auf dem 100-DM-Schein, bearb. von Rita Dadder

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