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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Frühlingsglaube

Frühlingsglaube

Ludwig Uhland

Eine eingängige und volkliedhafte Sprache zeichnet das Ludwig Uhlands Gedicht „Frühlingsglaube" aus. Doch die Schlichtheit trügt. Hinter den Bildern der wiedererwachenden Natur versteckt sich die Hoffnung auf Veränderung durchaus im politischen Sinne. Immerhin war Uhland überzeugter Demokrat. Das Gedicht entstand 1812, im Jahr der Wende für Napoleon. Die europaweit bisher als unbesiegbar geltenden französischen Truppen wurden Anfang des Jahres in Spanien und zu Jahresende in Russland geschlagen. Im Frühjahr 1813, dem Publikationsjahr des Gedichtes, wurde auch in deutschen Landen zum Befreiungskampf aufgerufen. Damit lässt sich das Gedicht durchaus als Vorreiter der Vormärzliteratur sehen.

Tina Romstedt

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

 

 

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Vorschaubild "Krokusse": Rita Dadder