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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Mailied

Mailied

Johann Wolfgang von Goethe

Während seiner Straßburger Studentenzeit begleitete Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) einen Studienfreund nach Sesenheim (französisch: Sessenheim) im Elsaß, wo sie von der Familie des Ortspfarrers Brion gastfreundlich aufgenommen wurden. Goethe verliebte sich in Friederike, die damals etwa 19jährige jüngste Tochter des Pfarrers. In mehreren Gedichten brachte er seine Gefühle zum Ausdruck. Sie wurden später als „Sesenheimer Lyrik“ zusammengefasst. Hierzu gehört auch das Mailied, eines der schönsten Liebesgedichte in der deutschen Literatur. Es wurde u. a. von Ludwig van Beethoven vertont.

Florian Russi

Wie herrlich leuchtet mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne, wie lacht die Flur!
Es dringen Blüten aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen aus dem Gesträuch,
Und Freud' und Wonne aus jeder Brust.
O Erd', o Sonne, o Glück, o Lust!

O Lieb', o Liebe! So golden schön
Wie Morgenwolken auf jenen Höhn!
Du segnest herrlich das frische Feld,
Im Blütendampfe die volle Welt.
O Mädchen, Mädchen, wie lieb' ich dich!
Wie blickt dein Auge, wie liebst du mich!

So liebt die Lerche Gesang und Luft,
Und Morgenblumen den Himmelsduft,
Wie ich dich liebe mit warmem Blut,
Die du mir Jugend und Freud' und Mut
Zu neuen Liedern und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich, wie du mich liebst.

 

*****

Vorschaubild: Rita Dadder

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