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Friedrich W. Kantzenbach

Erfundenes Glück

Der Autor beschäftigt sich auf lyrischem Weg mit den essentiellen Dingen des Lebens. Er reflektiert seine reichen literarischen Begegnungen und verarbeitet Reiseerlebnisse und persönliche Bekanntschaften mit Menschen, die ihn beeindruckten. Zunehmend durchdringen die Themen Krankheit, Tod und Vergänglichkeit seine Texte.

 

Der Fuchs und der Holzfäller

Der Fuchs und der Holzfäller

Äsop

Ein Fuchs wurde von Jägern verfolgt und suchte nach einem Platz, an dem er sich verstecken konnte. Plötzlich traf er auf einen Holzfäller und bat ihn in höchster Not, ihn vor seinen Verfolgern zu verbergen. Der Holzfäller zeigte ihm seine Hütte, worauf der Fuchs dort hineinlief und sich hinter dem Eingang verkroch.

Kurz darauf kamen auch die Jäger zu dem Holzfäller und fragten ihn, ob er den Fuchs gesehen habe. Der erklärte mit lauten Worten, dass er von nichts wisse. Gleichzeitig aber deutete er mit beiden Händen auf seine Hütte. Die Jäger verstanden jedoch die Zeichen nicht und zogen weiter. Als sie außer Sicht waren, verließ der Fuchs die Hütte und schlich sich behutsam davon. Da rief ihm der Holzfäller nach: „Willst du dich nicht bei mir für deine Rettung bedanken?“ Da antwortete der Fuchs: „Das würde ich gerne tun, wenn dein Verhalten genau so gewesen wäre wie deine Rede.“

Fazit: Wie oft erlebt man es, dass Menschen rechtschaffen daher reden, in ihrem Handeln aber das Gegenteil tun.

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nacherzählt von Florian Russi


Bildquelle: Fuchs von Ria Sopala via pixabay.com, gemeinfrei

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