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Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Frisch auf ins weite Feld

Frisch auf ins weite Feld

In jungen Jahren Erfahrungen zu sammeln, ist für das spätere Leben von großer Bedeutung. Auch heute noch sind Auslandsaufenthalte und Work-and-Travel-Erfahrungen bei jungen Menschen nach erfolgreichem Schulabschluss sehr beliebt. Das Liedchen „Frisch auf ins weite Feld“ erzählt von den Wanderungen der jungen Männer nach ihrer abgeschlossenen Lehre. Das Wandern als notwendiger Lebensabschnitt zur Mannwerdung war wohl im 19. Jahrhundert eine weit verbreitete Devise. Die Melodie ist fröhlich und beschwingt, so dass das Laufen beim Singen gleich etwas einfacher von den Füßen geht.

Carolin Eberhardt


1. Strophe

Frisch auf ins weite Feld.

Zu Wasser und zu Lande

hab' ich mein Sinn gestellt,

zu reisen und zu wandern

von einer Stadt zur andern,

so lang es Gott gefällt.


2. Strophe

Wie mancher reiset aus;

wenn er die Glock' nicht schlagen hört,

so kommt er wieder nach Haus'

Spricht: Vater, ich bin schon wiederkomm'n,

die Bauern haben zu böse Hund',

ich kann nicht bleiben aus.


3. Strophe

Jetzt ist es an der Zeit,

wenn einer ausgelernet hat,

so will er haben ein Weib.

Ein Weib zu nehmen, das ist nicht Recht,

er ist kein Meister, er ist ein Knecht.

Ein Stümper muss er sein.


4. Strophe

Ein wohlgereister Mann,

der in der Welt gewesen ist,

der etwas weiß und kann,

von dem ist viel zu halten

bei Jungen und bei Alten,

ich selbst halt' viel davon.


5. Strophe

Zu Straßburg an dem Rhein,

da gibt es viel zu schauen

von Silber und Edelstein.

Wer Geld hat, der kann kaufen ein,

wer keins hat, der muss es lassen sein,

zu Straßburg an dem Rhein.


6. Strophe

Zu Köllen an dem Rhein,

da gibt's so viel Kirchen und Klöster

als Tag' im Jahre sein.

Wer weiß von einer Stadt,

die so viel Kirchen und Klöster hat,

als Köllen an dem Rhein?


7. Strophe

Ihr Jungfern insgemein,

freit euch keinen Junggesellen,

die nicht gewandert sein

in ihren jungen Jahren

und haben nichts erfahren,

wie Muttersöhnlein sein.


8. Strophe

Ihr Jungfern insgemein,

freit euch nur Junggesellen,

die brav gewandert sein

in ihren jungen Jahren

und haben schon erfahren,

was brave Burschen sein.


*****

Vorschaubild:

Landschaft im Sonnenuntergang, 2018, Urheber: liggraphy via Pixabay; Wandersmann, 2019, Urheber: hrohmann via Pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Notensatz von Carolin Eberhardt.

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