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Christoph Werner

Schloss am Strom
Roman


Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

Vögel und Eule

Vögel und Eule

Wilhelm Hey

Vögel:

„Frau Eule, sieh, kommst du auch ans Licht?

Hab nur nicht ein so grämlich Gesicht;

Du machst uns sonst wohl Sorgen und Schrecken;

Heut‘ lass dich einmal ein wenig necken.“

Eule:

„O, schiene der Tag nur nicht so helle,

Ich fräß‘ euch alle gleich auf der Stelle.“


Da spielten die andern, sie saß allein;

Da fragte sie eins: „Was hast du für Pein

Und machst ein Gesicht wie teure Zeit?“

Sie sprach: „Mich verdrießt eure Lustigkeit,

Mich ärgert der helle Sonnenschein,

Mich erbost dein Fragen da und Schrei’n.“


*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S. 1.

Bildquelle:

Vogel auf dem Ast, 2019, Urheber: JannikR64 via Pixabay CCO; Hintergrund, 2014, Urheber: geralt via Pixabay CCO; Comic Eule, 2018, Urheber: ptra via Pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

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