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Reden wir von der Liebe

Florian Russi (Hrsg.)

Liebe ist ein Thema, das jeden berührt...Ein manchmal ernüchterndes und zugleich poetisches Buch.

Grüß Gott, du schöner Maien

Grüß Gott, du schöner Maien

Ein Hoch auf den Mai! Welch ein unbeschwertes und einprägsames Frühlingslied. Zugegeben, der Text ist zeitweise ein wenig gewöhnungsbedürftig, was aber daran liegt, dass der Text bereits im 16. Jahrhundert unter anonymer Feder in Franken entstand. Dennoch eignet sich das muntere Lied auf Grund seiner unbeschwerten und fröhlichen Weise für das gemeinsame Singen. Der Melodie wird eine niederländische Herkunft zugewiesen, der Urheber der Komposition ist ebenfalls unbekannt. Allerdings geht die Musikwissenschaft davon aus, dass die Handschrift der Notation erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und durch Franz Wilhelm Ditfurths (1801-1880) Publikation „50 ungedruckte Balladen und Liebeslieder des 16. Jahrhunderts“ von 1877 einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte.

Carolin Eberhardt

1.Strophe

Grüß Gott, du schöner Maien,

da bist du wiedrum hier,

tust Jung und Alt erfreuen,

mit deiner Blumenzier.

Die lieben Vöglein alle,

sie singen all so hell,

Frau Nachtigall mit Schalle

hat die fürnehmste Stell.


2. Strophe

Die kalten Wind verstummen,

der Himmel ist gar blau;

die lieben Bienlein summen

daher auf grüner Au.

O holde Lust im Maien

da alles neu erblüht,

du kannst mir sehr erfreuen

mein Herz und mein Gemüt.


*****

Vorschaubild: Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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