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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Ein Jäger aus Kurpfalz

Ein Jäger aus Kurpfalz

Das Heimat- bzw. Wanderlied bezieht sich auf einen reitenden Jäger, der bei der Jagd eine Lobpreisung auf die Jägerei besingt. Ursprünglich in Volksweise entstanden und als Volkslied verbreitet, gibt es keine konkreten Hinweise auf seinen Ursprung oder seine Entstehungsepoche. Verschiedene Theorien der Musikwissenschaft weisen zum einen auf die Mitte des 18. Jahrhunderts, andere dahingegen eher auf das Ende des 18.Jahrhunderts hin. Während des 19. Jahrhunderts erfolgten bereits verschiedene Publikation der dreistrophigen Version in zahlreichen Liederbüchern, unter anderem auch in den auflagestarken Liederbüchern Singvöglein (1883) von Erk und Schauenburgs Allgemeinen Deutschen Commersbuch (1888 u.a.).

Carolin Eberhardt

Melodie anhören:


1. Strophe

Ein Jäger aus Kurpfalz,
der reitet durch den grünen Wald
und schießt sein Wild daher,
gleich wie es ihm gefällt.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

2. Strophe

Auf sattelt mir mein Pferd
und legt darauf den Mantelsack,
so reit ich weit umher
von Jäger von Kurpfalz.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

3. Strophe

Hubertus auf der Jagd,
der schoß ein' Hirsch und einen Has';
er traf ein Mägdlein an,
und das war achtzehn Jahr.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

4. Strophe

Des Jägers seine Lust
das hat der Herr noch nicht gewußt
wie man das Wildbrett schießt:
man schießt es in die Bein.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

5. Strophe

Jetzt geh ich nicht mehr heim,
bis daß der Kuckuck kuckuck schreit,
er schreit die ganze Nacht
allhier auf grüner Heid.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.



*****

Vorschaubild: Image from a scanned copy of a book "A Tramp Abroad" (1880) by Mark Twain. Image has been cropped and the sepia tones removed: Bereitgestellt auf: https://archive.org/details/trampabroad00twai via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Noten gesetzt von: Carolin Eberhardt.

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