Deutschland Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.deutschland-lese.de
Unser Leseangebot

Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Maria durch ein Dornwald ging

Maria durch ein Dornwald ging

Das ursprüngliche Wallfahrtslied entstand vermutlich im frühen 19. Jahrhundert und wurde zunächst im thüringischen Eichsfeld und im Bistüm Paderborn mündlich überliefert. Zwar sind Erwähnungen des Liedes bis ins 16. Jahrhundert nachweisbar, doch die erste Veröffentlichung erfuhr das Stück 1850 in der von August von Haxthausen und Dietrich Bocholtz-Asseburg Liedersammlung Geistliche Volkslieder mit ihren ursprünglichen Weisen gesammelt aus mündlicher Tradition und seltenen alten Gesangbüchern. Mit dieser Publikation steigerte sich zunächst der Bekanntheitsgrad des Liedes innerhalb des Bürgertums. Die bedeutendste Verbreitung erfuhr das heutige Adventslied allerdings durch die Jugend- und Singbewegungen des frühen 20. Jahrhundert. Die überlieferte und heute häufig gesungene Version des Stückes umfasst drei Strophen, während der Erstdruck des 19.Jahrhunderts in siebenstrophiger Variante herausgegeben wurde.

Carolin Eberhardt


1. Strophe

Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie eleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.
Jesus und Maria.


2. Strophe

Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.


3. Strophe


Da haben die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison.
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.


*****

Vorschaubild: Marienstatue mit Christuskind, 2016, Urheber: MrsBrown via pixabay CC0 Creative Commons sowie

Originaldruck in Geistliche Volkslieder mit ihren ursprünglichen Weisen gesammelt aus mündlicher Tradition und seltenen alten Gesangbüchern, 1850, S. 164;

neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von: Carolin Eberhardt.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Kling, Glöckchen, klingeling
von Karl Wilhelm Ferdinand Enslin
MEHR
Alle Jahre wieder
von Wilhelm Hey
MEHR
Werbung