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Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Erde singe, dass es klinge

Erde singe, dass es klinge

Die ursprünglich zehnstrophige Lobpreisung wurde von Johannes Baptist Jacob Kardinal von Geissel (1796-1864) im Jahr 1837 verfasst. Die heutige gebräuchliche Version wird nur in bestimmten Regionen ausschließlich in der Weihnachtszeit gemeinschaftlich während der Messe gesungen. In vielen Regionen Deutschlands sowie Österreich und Südtirol ist das Gesangsstück ganzjährig ein fester Bestandteil des Gottesdienstes. Die heute verwendete Melodie entstammt dem Lied Still geschwinde, welches 1741 in dem Kirchen- und Hausgesangbuch Heinrich Lindenborns in Köln erschien.

Das katholische Kirchenlied ist heute nach wie vor im Gotteslob (Nr. 411) enthalten.

Carolin Eberhardt

1. Strophe

Erde singe, dass es klinge

laut und stark ein Jubellied!

Himmel alle, singt zum Schalle

dieses Liedes jauchzend mit!

Singt ein Loblied eurem Meister,

preist ihn laut ihr Himmelsgeister!

Was er schuf, was er gebaut,

preist ihn laut!


2. Strophe

Kreaturen auf den Fluren,

huldigt ihm mit Jubelruf!

Ihr im Meere, preist die Ehre

dessen, der aus nichts euch schuf!

Was auf Erden ist und lebet,

was in hohen Lüften schwebet,

lob ihn! Er haucht ja allein

Leben ein.


3. Strophe

Der das Leben uns gegeben

der uns unsichtbar erhält,

der uns führet, uns regiert,

er kommt sichtbar in die Welt.

wie im Himmel, so auf Erden

soll nun Gottes Friede werden,

drum, ihr all, die ihr ihn schaut

preist ihn laut!



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Vorschaubild: Kerzenlicht, 2014, Urheber: geralt via pixabay CC0 Creative Commons sowie Auszug aus dem Kirchen- und Hausgesangsbuch, 1748; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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