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Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


 

Rosestock, Holderblüth'

Rosestock, Holderblüth'

Das traditionell in Volksweise überlieferte Liebeslied aus dem Schwaben des 18. Jahrhunderts wurde durch den deutschen Komponisten und Musikpädagogen Friedrich Silcher erstmalig 1842 in einer Variation für den vierstimmigen Männerchor veröffentlicht. In gedruckter Form erfreute sich das Volkslied bald einer raschen Verbreitung und somit einer Zunahme des Bekanntheitsgrades. Dabei variiert der Titel in der heutigen Überlieferung. Geläufig sind auch die Bezeichnungen „Rosestock, Holderblüt“ oder „Rosenstock, Holderblüt“. In einigen Variationen wurden nur die ersten vier Strophen gedruckt. Eine breite Rezeption genoss das Oberschwäbische Tanzlied insbesondere ab Mitte des 19.Jahrhunderts durch Publikationen in verschiedenen Volksliedersammlungen, aber auch durch seine Aufnahme in die studentischen Kommersbücher.

Carolin Eberhardt

1. Rosestock, Holderblüth',

wenn i mein Dienderl sieh,

lacht mer vor lauter Freud'

's Herzerl im Leib.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


2. G'sichterl wie Milch und Blut,

's Dienderl ist gar so gut,

um und um dockerlnett,

wenn i's no hätt'!

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


3. Armerl, so kugelrund,

Lippe, so frisch und g'sund,

Füßerl so hurtig g'schwind,

's tanzt wie der Wind.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


4. Wenn i ins dunkelblau,

funkelnd hell Augerl schau,

mein' i, i seh in mei

Himmelreich 'nei.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


5. So kann's i nimmer tragen,

i muß dem Pfarrer sagen,

so halt i's nimmer aus,

i führ mir's z'Haus.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.

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Bildquelle:

Vorschaubild: zusammengefügt und neu bearbeitet von Carolin Eberhardt; Quellen: Hintergrund Desgin Rose, 2015, Urheber: itsjanw via pixabay: Dame mit Rosen, Kalligraphie, 2015: Urheber: ArtsyBee via pixabay CC0 Creative Commons.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.