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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Innsbruck, ich muss dich lassen

Innsbruck, ich muss dich lassen

Abschied fällt immer schwer. Ob von einer lieb gewonnenen Stadt oder von einem geliebten Menschen. Das deutsche Volkslied greift den Trennungsschmerz in melancholischer und einprägsamer Weise auf. Erstmalig erschienen ist das Stück als vierstimmiger Chorsatz von Heinrich Isaac im 15. Jahrhundert. Vermutet wird, dass der Komponist auch der Urheber der Melodie ist. Das nun mehr berühmteste aller deutschen Abschiedlieder wurde mehrfach in Melodie und Text abgewandelt. Der Dichter des heute bekannten Textes ist unbekannt. Allerdings erschien das Stück in variierter Form mit dem Titel O Welt, ich muss dich lassen 1555 in dem Evangelischen Gesangsbuch Nr. 521.

Carolin Eberhardt


1. Strophe

Innsbruck, ich muss dich lassen,

ich fahr dahin mein Straßen,

in fremde Land dahin.

Mein Freud ist mir genommen,

die ich nit weiß bekommen

wo ich im Elend bin.


2. Strophe

Groß Leid muß ich ertragen,

das ich allein tu klagen

dem liebsten Buhlen mein.

Ach Lieb, nun laß mich Armen

im Herzen dein erwarmen,

daß ich muß dannen sein.


3. Strophe

Mein Trost ob allen Weiben,

dein tu ich ewig bleiben,

stet, treu, der Ehren frumm.

Nun muß dich Gott bewahren

in aller Tugend sparen,

bis daß ich wiederkumm.


*****

Vorschaubild: Innsbruck, 2008, Urheber: Lichtenfels via pixabay ; gemeinfrei.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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