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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Externsteine im Teutoburger Wald

Externsteine im Teutoburger Wald

Lutz Fischer

Die Schlacht im Teutoburger Wald zählt zu meinen ersten Erinnerungen an die Schulstunden in Geschichte; und ich habe sie heute immer noch als eine der spannendsten im Gedächtnis. Gebannt hörten wir den Berichten unserer Geschichtslehrerin zu, die das damals in einer Art Rollenspiel vorgetragen hatte, so dass man fast glauben konnte, man wäre als Beobachter selbst dabei gewesen. Und natürlich war man fasziniert von dem starken und mutigen Freiheitskämpfer Arminius.

Bis vor kurzem zählte der Teutoburger Wald jedoch zu einem der wenigen Gebiete, die ich in Deutschland bislang noch nicht besucht hatte. Auf der Durchreise von einer Feierlichkeit haben wir die Gelegenheit (und das wundervolle Herbstwetter) genutzt, um uns zumindest mal eine der vielen Sehenswürdigkeiten herauszugreifen, welche diese Gegend zu bieten hat; die Externsteine. Ich hatte vorher schon vieles von ihnen gehört und gelesen. Germanischer Kultplatz? Christliche Anlage? Esoterischer Kraftquell? Deutsches Stonehenge? Oder einfach nur ein eindrucksvolles Naturdenkmal? Letzteres trifft in jedem Falle zu, was die beigefügten Fotos belegen. Jedenfalls sollen laut einigen Quellen die Externsteine weltweit einmalig und auch wissenschaftlich nicht eindeutig zuordenbar sein.

Die Externsteine findet man im Umkreis von Detmold, nahe dem Örtchen Horn-Bad Meinberg. Sie sind recht gut ausgeschildert und gut zu Fuß zu erreichen. Ein großer Parkplatz einige hundert Meter entfernt bietet eine geeignete Startmöglichkeit, um die Externsteine (so wie wir) auch per Kurztrip auf der Durchreise zu besichtigen. Gleichwohl empfehle ich Jedem, ausreichend Zeit mitzubringen. Denn diese Region bietet nicht nur die Externsteine, sondern auch andere interessante Geschichts- und Naturdenkmäler.

Die 13 grauen Sandsteinfelsen, die man teilweise auch besteigen kann, ragen bis zu 40 Meter hoch in den Himmel und sollen wohl (unvorstellbare) 70 bis 100 Millionen Jahre alt sein. Und man kann sich auch kaum vorstellen, dass sich an dieser Stelle mal ein kreidezeitliches Meer befunden haben soll. Auch darüber, wie die Externsteine zu ihrem Namen gekommen sind, gibt es unterschiedliche Meinungen. Eine Auslegung besagt, dass die Bezeichnung „Externsteine“ möglicherweise auf „Egge“ (im Sinne von Zähnen, Zacken, Kanten usw…) zurückzuführen sein könnte.

Besteigt man die Externsteine kann man weit in’s Land über den Teutoburger Wald schauen. Aber auch von unten bieten die Externsteine einen imposanten Anblick. Und wenn dann noch ein Schamane mit dumpfen urzeitlich anmutenden Klängen aufspielt, dann könnte man für einen Augenblick meinen, die Zeit ist hier seit tausenden Jahren stehengeblieben….

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Fotos: Lutz Fischer

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