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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Guter Mond, du gehst so stille

Guter Mond, du gehst so stille

Guter Mond, dir will ich's sagen, was mein banges Herz kränkt
und an wen mit bittern Klagen die betrübte Seele denkt.
Guter Mond, du sollst es wissen, weil du so verschwiegen bist,
warum meine Tränen fließen und mein Herz so traurig ist.

Dort in jenem kleinen Tale, wo die dunklen Bäume stehn,
nah bei jenem Wasserfalle wirst du eine Hütte sehn!
Geh durch Wälder, Bach und Wiesen. Blicke sanft durch's Fenster hin,
so erblickest du Elisen, aller Mädchen Königin.

Guter Mond, o bring ihr meine Küsse, schleich dich in ihr Kämmerlein,
sage ihr, dass ich sie grüße und das sie nur ganz allein
all mein Glück und meine Freude, meine Lust, mein alles ist,
dass ich treu und einsam leide, bis sie ganz mein eigen ist.


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Textdichter und Komponist unbekannt

 

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Vorschaubild: Rita Dadder

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