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Friedrich W. Kantzenbach

Erfundenes Glück

Der Autor beschäftigt sich auf lyrischem Weg mit den essentiellen Dingen des Lebens. Er reflektiert seine reichen literarischen Begegnungen und verarbeitet Reiseerlebnisse und persönliche Bekanntschaften mit Menschen, die ihn beeindruckten. Zunehmend durchdringen die Themen Krankheit, Tod und Vergänglichkeit seine Texte.

 

Guter Mond, du gehst so stille

Guter Mond, du gehst so stille

Guter Mond, dir will ich's sagen, was mein banges Herz kränkt
und an wen mit bittern Klagen die betrübte Seele denkt.
Guter Mond, du sollst es wissen, weil du so verschwiegen bist,
warum meine Tränen fließen und mein Herz so traurig ist.

Dort in jenem kleinen Tale, wo die dunklen Bäume stehn,
nah bei jenem Wasserfalle wirst du eine Hütte sehn!
Geh durch Wälder, Bach und Wiesen. Blicke sanft durch's Fenster hin,
so erblickest du Elisen, aller Mädchen Königin.

Guter Mond, o bring ihr meine Küsse, schleich dich in ihr Kämmerlein,
sage ihr, dass ich sie grüße und das sie nur ganz allein
all mein Glück und meine Freude, meine Lust, mein alles ist,
dass ich treu und einsam leide, bis sie ganz mein eigen ist.


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Textdichter und Komponist unbekannt

 

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Vorschaubild: Rita Dadder