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Sommerschnee

Berndt Seite

Hardcover, 124 S., 2020 erscheint demnächst; Bereits vorbestellbar

ISBN: 978-3-86397-134-2
Preis: 15,00 €

Sommerschnee – das sind die luftig-bauschigen Samenfasern der Pappelfrüchte, die sich im Sommer öffnen und die Welt mit ihrem weißen Flaum überziehen: Schnee in der wärmsten Jahreszeit. Mal melancholisch, mal mandelbitter, aber stets in größter Genauigkeit geht Berndt Seite auch in seinem neuen Lyrikband den Erscheinungsformen der Natur nach und lotet in ihnen die Bedingungen des Lebens aus.

Adalbert Stifter (1805-1868)

Adalbert Stifter (1805-1868)

Georg Bürke

„Sanftes Gesetz und Andacht zum Kleinen"

Stifter wurde am 28. Oktober 1805 in Oberplan in Böhmen geboren. Sein Vater, ein kleinbäuerlicher Leinenweber, starb früh. Um die Erziehung des Sohnes kümmerten sich die Mutter und deren Vater, der dem jungen Adalbert vor allem die Fähigkeit zum genauen Beobachten lehrte. Stifter besuchte das Gymnasium in Kremsmünster und musste schon früh durch Nachhilfestunden zu seinem Lebensunterhalt beitragen.
    
Von 1826 an studierte er an der Universität in Wien, zunächst Jura, dann Mathematik und Malerei. Einen Abschluss machte er allerdings nicht. Während seiner Studienzeit verliebte er sich in eine junge Dame namens Fanny Greipl. Die Liebe blieb jedoch unerfüllt. 1837 heiratete er die Putzmacherin (Modistin) Amalia Mohaupt. Fanny heiratete einen anderen, starb aber schon 1839. Stifters Ehe blieb kinderlos. Er selbst hat seine Ehe als glücklich bezeichnet. Er und seine Frau adoptierten eine von Amalias Nichten. Die jedoch entzog sich immer mal wieder den Bildungsbemühungen ihres Ziehvaters. Eines Tages wurde sie tot in der Donau gefunden. Die Adoptiveltern litten sehr unter diesem Verlust.
Stifter arbeitete als Hauslehrer und bemühte sich immer wieder um eine feste berufliche Stellung und ein gesichertes Einkommen. Oft geriet er in finanzielle Nöte. Es heißt, dass seine Frau Amalia zur Verschwendungssucht neigte. Stifter reagierte auf seine Sorgen, indem er übermäßig viel aß und trank.
Ersten literarischen Erfolg hatte er 1840 mit der Erzählung „Der Condor" In dem Pester Verleger Gustav Heckenast fand er einen zuverlässigen Förderer. Die Erzählung „Abdias" brachte 1842 für ihn den literarischen Durchbruch. 1853 bekam er eine Festanstellung als oberösterreichischer Landesschulinspektor und Konservator in Linz. Wenig später erkrankte er schwer. Er litt an Depressionen und an Leberzirrhose und musste aus dem Dienst ausscheiden. 1868 nahm er sich selbst das Leben. Er wurde auf dem Barbara-Friedhof in Linz beerdigt.

Bis heute gilt Stifter als einer der bedeutendsten literarischen Vertreter der Stilepoche des Biedermeier (ca. 1815-1850). Seine literarischen Vorbilder waren Jean Paul, Goethe, Cooper (Lederstrumpf) und Walter Scott (Ivanhoe). Er schrieb vor allem Erzählungen, aber auch zwei Romane, den Bildungsroman „Der Nachsommer" und den historischen Roman „Witiko". Stifter liebte das Kleine und Bescheidene, beobachtete und beschrieb die Natur und ihre Erscheinungen. Personen und Handlungen treten bei ihm sehr oft hinter den Schilderungen der Natur zurück. Seine Kritiker machten ihm den Vorwurf, dass er sich zu lange mit Nebensächlichkeiten aufhielte und es seinen Werken an Handlungen und Spannung fehle. In seiner Vorrede zu der Novellensammlung „Bunte Steine" stellte er das „sanfte Gesetz" (der Natur) und die „Andacht zum Kleinen" als seine literarischen Motive voran.

       

Werke: (Auswahl)
     

Erzählungen:
   
„Julius" (1830)
„Der Condor" (1840)
„Feldblumen" (1841)
„Der Hochwald" (1841)
„Abdias" (1842)
„Das alte Siegel" (1844)
„Brigitta" (1844)
„Der Hagestolz" (1845)
Bunte Steine" (6 Erzählungen, darunter „Bergkristal")

Romane:
   
„Der Nachsommer" (Entwicklungs- und Bildungsroman)
"Witiko" (Historischer Roman)

  

   

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Teaserfoto: wikimedia - gemeinfrei; Adalbert Stifter, photo portrait

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