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Quatsch Didel Datsch

Kinderreime

von Norbert Neugebauer (Autor), Werner Kiepfer (Autor), Petra Lefin (Illustrator)

Kinder wollen unterhalten sein. Sie lieben Geschichten und Spaß, Rhythmus und Reim.
Das Spiel mit den Worten, die einen ähnlichen Klang aufweisen, fasziniert sie. Der Gleichklang und Rhythmus von Versen lassen sie die (Mutter-)Sprache spielerisch erfassen. Dadurch lassen sie sich schnell auswendig lernen, immer wieder nachsprechen und fördern so das Sprachvermögen. - Mit den liebevollen Zeichnungen von Petra Lefin bietet das Heft Unterhaltung für die ganze Familie.

Sauerkraut – das deutsche Nationalgericht

Sauerkraut – das deutsche Nationalgericht

Herbert Kihm

Eben geht mit einem Teller

Witwe Bolte in den Keller,

Daß sie von dem Sauerkohle

Eine Portion sich hole,

Wofür sie besonders schwärmt,

Wenn er wieder aufgewärmt.

(Max und Moritz, Wilhelm Busch,1865)

In der Tat gilt Sauerkraut international als eines der bekanntesten deutschen Nationalgerichte und vor allem während der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde im englischen Sprachraum häufig die Bezeichnung Krauts für Deutsche (bzw. Kraut für Deutscher) verwendet, welche wohl auf den traditionell hohen Konsum von Sauerkraut während der Wintermonate in Deutschland zurückzuführen ist.

Sauerkraut ist gesund:

Sauerkraut ist reich an Milchsäure, den Vitaminen A,B,C, Mineral-und Ballaststoffen und ist mit den anderen Kohlarten ein wichtiger heimischer Vitamin-C-Lieferant im Winter. Sauerkraut hat einen relativ geringen Joule-Gehalt , ist praktisch fettfrei, enthält 3 bis 4 % Kohlenhydrate und 1 bis 2 % Proteine - ist also wirklich sehr gesund. Die eigene Zubereitung im Fass oder einem grau-blauen Tontopf wird höchstens noch in ökologischen Haushalten praktiziert, ganz überwiegend erfolgt die Fermentierung des Weißkohls industriell aber immer noch mit Hilfe von Bakterien wie Leuconostoc mesenteroides und Lactobacillus brevis.

Das Ergebnis ist in jedem Fall sehr wohlschmeckend und Grundlage unzähliger nationaler und regionaler Rezepte (s. Artikel Schlachtfest auf saarland-lese), wobei sicherlich das „choucroute garnie“ aus dem Elsass am Bekanntesten sein dürfte. In einer alten Rezeptsammlung habe ich ein sehr interessantes, regionales Rezept aus Thüringen gefunden, das einen interessanten Namen hat und das ich ihnen hier zum Nachkochen empfehle:

Thüringer Topfwurst-Sauerkraut-Essen

Für 4 Personen werden benötigt:

800g Sauerkraut, 1 große Zwiebel, 1 Apfel, 25g Butter, 3 Lorbeerblätter,4-5 Wachholderbeeren, 1/4

l Brühe,1/8l Apfelsaft, 1 Töpfchen Majoran, Salz, Pfeffer,evtl. Zucker.

800g gemischte Würste z.B. Geraer Bockwürste, geräucherte Bratwürste, Halberstädter Ringwurst, Hausmacher Blut- und Leberwürste, Bierschinken oder Jagdwurst.

Zubereitung:

Zwiebel, würfeln, Apfel vierteln und in Scheiben schneiden, Fett in einem Topf erhitzen, Zwiebeln darin andünsten, Sauerkraut, Apfel, Lorbeerblätter Wacholderbeeren, Apfelsaft und Brühe sowie die Hälfe Majoran feingehackt zufügen, aufkochen und bei milder Hitze 20 Minuten zugedeckt garen. Würste auf das Sauerkraut legen und ca.15-20 Minuten garziehen lassen. Mit dem restlichen Majoran auf einer Platte garnieren. Dazu reicht man Meerrettich, Senf oder Salzgurken sowie ein kräftiges Bauernbrot – und zum Mitsingen:

www.youtube.com/watch?v=DL0Ogl5_CPY

Guten Appetit !

*****

Bilder:

2. Witwe Bolte am Sauerkrautfass, 1865, Wilhelm Busch, public domain via wikipedia commons

1. und 3. Thüringer Topfwurst und Gourmetsauerkraut, Herbert Kihm

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