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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Stadtmaus und Feldmaus

Stadtmaus und Feldmaus

Martin Luther

Eine Stadtmaus traf sich mit einer Feldmaus, die gerade dabei war, Eicheln und Bucheckern zu fressen. Sie lud die Feldmaus ein, sie in die Stadt zu begleiten. „Komm mit in das Haus, in dem ich lebe", sagte sie zu ihr. „dort findest Du Wurst, Schinken, Käse und viele andere leckere Speisen im Überfluss." Die Feldmaus wurde neugierig und folgte der Stadtmaus in den Vorratskeller ihres stattlichen Hauses. „Nimm Dir von allem, so viel Du willst", sagte die Stadtmaus und beide begannen, sich die guten Sachen, die in den Regalen und Wandschränken lagen, schmecken zu lassen.

Doch plötzlich hörten sie, wie ein Hausdiener seinen Schlüssel in das Schloss der Tür zur Kammer steckte. Beide Mäuse erschraken. Die Stadtmaus stahl sich sofort durch ein Loch in der Wand davon. Die Feldmaus aber kannte dieses Loch nicht und eilte in panischer Angst an den Wänden der Vorratskammer hin und her. Zu ihrem Glück bemerkte der Hausdiener sie nicht und verließ die Kammer bald wieder. Da kam die Stadtmaus wieder aus ihrem Loch gekrochen und sagte: „Jetzt kann es weiter gehen. Lass Dir die vielen Vorräte wohl bekommen."

Die Feldmaus aber antwortete: „Ich will zurück aufs Land, wo ich meine Körner, Nüsse und Eicheln fressen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass ein Mensch kommt und mich erschlägt, oder Fallen aufstellt, die über mir zuschnappen. So gut es Dir auch gerade geht, finde ich Dein Leben nicht beneidenswert.

Fazit: Reichtum muss nicht bedeuten, dass man ohne Sorgen lebt.

Nacherzählt von Florian Russi

  

    

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Teaserfoto: pixabay, aus zwei Bildern zusammengefügt und neu bearbeitet von Kati Spantig, Urheber der Orignalbilder: Gaertringen; sipa (gemeinfrei, kein Bildnachweis nötig)