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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Bilderbogen zu Faust

15 Gemälde zu Goethes Faust-Dichtung

Die in Rimsting am Chiemsee lebende Künstlerin Edith Born befasst sich seit ihrer Jugend intensiv mit den Werken Goethes und hat einigen von ihnen zusätzlichen Ausdruck verliehen.
Im Folgenden werden 11 Ölgemälde von Edith Born vorgestellt, auf denen sie den 1. Teil der Faust-Tragödie und 4 Ölgemälde, auf denen sie den 2. Teil der Faust-Tragödie dekorativ auf Gemälden begleitet.

Andreas Werner

Prolog im Himmel
Prolog im Himmel

Prolog im Himmel. 

Raphael:

Die Sonne tönt, nach alter Weise,
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

 

Nacht.
Nacht.
Nacht.

Faust:

 Der du die weite Welt umschweifst,
Geschäftiger Geist, wie nah fühl ich mich dir!

 Geist:

 Du gleichst dem Geist, den du begreifst,
Nicht mir!
 (verschwindet)

Faust (zusammenstürzend) :

 Nicht dir?
Wem denn?
Ich Ebenbild der Gottheit!
Und nicht einmal dir!

 

Vor dem Tor
Vor dem Tor

Vor dem Tor

Faust:

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
Die eine will sich von der andern trennen;
Die eine hält, in derber Liebeslust,
Sich an die Welt mit klammernden Organen;
Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
Zu den Gefilden hoher Ahnen.
O gibt es Geister in der Luft,
Die zwischen Erd und Himmel herrschend weben
So steiget nieder aus dem goldnen Duft
Und führt mich weg zu neuem, buntem Leben!

Studierzimmer
Studierzimmer

 Studierzimmer

Mephistopheles:

 Schon gut! Nur muß man sich nicht allzu ängstlich quälen

Denn eben wo Begriffe fehlen,
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
Mit Worten ein System bereiten,
An Worte läßt sich trefflich glauben,
Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben.
Grau, treuer Freund, ist alle Theorie,
Und grün des Lebens goldner Baum.

 

Hexenküche
Hexenküche

Hexenküche

Mephistopheles:
Nur frisch hinunter! Immer zu!
Es wird dir gleich das Herz erfreuen.
Bist mit dem Teufel du und du,
Und willst dich vor der Flamme scheuen?

Faust:
Laß mich nur schnell noch in den Spiegel schauen!
Das Frauenbild war gar zu schön!

Mephistopheles:
Nein! Nein! Du sollst das Muster aller Frauen
Nun bald leibhaftig vor dir sehn.
(Leise.) Du siehst, mit diesem Trank im Leibe,
Bald Helenen in jedem Weibe.

Wald und Höhle
Wald und Höhle

Wald und Höhle

Faust.

Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles,

Warum ich bat. Du hast mir nicht umsonst

Dein Angesicht im Feuer zugewendet.

Gabst mir die herrliche Natur zum Königreich,

Kraft, sie zu fühlen, zu genießen.

So tauml ich von Begierde zu Genuß,

Und im Genuß verschmacht ich nach Begierde.

Gretchens Stube.
Gretchens Stube.
Gretchens Stube.

Gretchen:

Meine Ruh ist hin,
Mein Herz ist schwer;
Ich finde sie nimmer
und nimmermehr.

Wo ich ihn nicht hab,
Ist mir das Grab,
Die ganze Welt
Ist mir vergällt.

Sein hoher Gang,
Sein edle Gestalt,
Seines Mundes Lächeln,
Seiner Augen Gewalt,

Und seiner Rede
Zauberfluß,
Sein Händedruck,
Und ach! sein Kuß!

Marthens Garten
Marthens Garten
Marthens Garten

Margarete:

Versprich mir, Heinrich!

Faust:

Was ich kann!

Margarete:

 Nun sag, wie hast du's mit der Religion?
Du bist ein herzlich guter Mann,
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.

 Faust:

 Laß das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut;
Für meine Lieben ließ' ich Leib und Blut,
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.

 Margarete:

Das ist nicht recht, man muß dran glauben.

Marthens Garten
Marthens Garten

 Marthens Garten

Mephistopheles:
Ich hab's ausführlich wohl vernommen,
Herr Doktor wurden da katechisiert;
Hoff, es soll Ihnen wohl bekommen.
Die Mädels sind doch sehr interessiert,
Ob einer fromm und schlicht nach altem Brauch.
Sie denken: duckt er da, folgt er uns eben auch.
 
Du übersinnlicher sinnlicher Freier,
Ein Mägdelein nasführet dich. 

 

Walpurgisnacht
Walpurgisnacht

Walpurgisnacht

Faust:

Daß ich mich nur nicht selbst vergesse!

Heiß ich mir das doch eine Messe!

Mephistopheles:

Der ganze Strudel strebt nach oben;

Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben.

Faust:

Wer ist denn das?

Mephistopheles:
Betrachte sie genau!
Lilith ist das.

Faust:

Wer?

Mephistopheles:

Adams erste Frau.

Gretchens Rettung
Gretchens Rettung
Gretchens Rettung

Mephistopheles (zu Faust):

Komm! komm! Ich lasse dich mit ihr im Stich.

Margarete:

Dein bin ich, Vater! Rette mich!
Ihr Engel! Ihr heiligen Scharen,
Lagert euch umher, mich zu bewahren!
Heinrich! Mir graut's vor dir.

Mephistopheles:

Sie ist gerichtet!
Stimme (von oben):
Ist gerettet!

4 Gemälde zu Goethes Faust-Dichtung zweiter Teil

Anmutige Gegend

Ariel.

Tönend wird für Geistesohren
schon der neue Tag geboren.
Felsentore knarren rasselnd,
Phöbus‘ Räder rollen prasselnd,
welch Getöse bringt das Licht!
Faust.

So ist es also, wenn ein sehnend Hoffen
Dem höchsten Wunsch sich traulich zugerungen,
Erfüllungspforten finden flügeloffen;
Nun aber bricht aus jenen ewigen Gründen
Ein Flammenmeer, wir
stehen betroffen;
Des Lebens Fackeln
wollten wir entzünden,

Kaiserliche Pfalz

Mephistopheles.

Daran erkenn‘ ich den gelehrten Herrn!
Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar.
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr sei nicht wahr,
Was ihr nicht wägt,
hat für euch kein Gewicht,
Was ihr nicht münzt,
das, meint ihr, gelte nicht

Motto des gesamten Faustes

 Gerettet ist das edle Glied
Der Geisterwelt vom Bösen:
Wer immer strebend sich bemüht,
Den können wir erlösen,
Und hat an ihm die Liebe gar
Von oben teilgenommen,
Begegnet ihm die selige Schar
Mit herzlichem Wilkommen.

letztes Bild Szene Mysticus 

Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird‘s Ereignis;
Das Unbeschreibliche
Hier ist‘s getan;
Das Ewig - Weibliche
zieht uns hinan.

*****

11 Szenen aus "Faust" Der Tragödie erster Teil - Öl auf Leinwänden von Edith Born

4 Szenen aus "Faust" Der Tragödie zweiter Teil - Öl auf Leinwänden von Edith Born
 

Alle Gemälde haben eine Größe von 1,00 m x 1,20 m 

Bilderbogen zu Faust
Bilderbogen zu Faust
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Goethes Faust
Goethes Faust
von Georg Bürke
60 Jahre hat Goethe am „Faust“ gearbeitet, länger als irgendein anderer Dichter der Weltliteratur am selben Werk. Diese lange Zeitspanne erklärt es, dass der Stil des Werkes nicht einheitlich ist, sondern die verschiedensten Stilelemente nebeneinander stehen.
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von Georg Bürke
Die ersten Pläne zu einem Faust-Drama erarbeitete Goethe bereits 1770/71. Er war zu der Zeit ein junger Mann von 22 Jahren.
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