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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Weihnachtsgruß

Robert und Clara Schumann, geb. Wieck, gelten Vielen als Traumpaar. Doch das Schicksal hat die beiden vor viele Prüfungen und Enttäuschungen gestellt. Der Komponist Robert Schumann lernte die 9 Jahre jüngere Clara Wieck kennen, als er bei ihrem Vater in Leipzig Klavierunterricht nahm und längere Zeit auch im Hause der Wiecks wohnte. Irgendwann verliebte er sich in sie. Doch Claras Vater war entschieden gegen diese Beziehung und unternahm Anstrengungen, dass die beiden sich nicht begegnen sollten. Ihr Recht zu heiraten, mussten Robert und Clara durch ein Gerichtsurteil erzwingen. Das väterliche Verdikt hatten die beiden zuvor ständig umgangen, sich getroffen und Briefe gewechselt. Eine weihnachtliche Liebesbezeugung ist im Folgenden wiedergegeben.

Florian Russi

Robert Schumann an seine Braut Clara

Clara Schumann
Clara Schumann
Gott grüß Dich, mein herziges Mädchen ... Hier hast Du mein Angebinde zum Heiligen Christfest. Du, meine Liebe, meine treue Gefährtin, mein holdes, zukünftiges Weib, wenn ich nun in zwei Jahren am Heiligen Christ die Türe aufmache und Dir alles zeigen werde, was ich Dir geschenkt, eine Haube, vieles Spielzeug, neue Kompositionen, dann wirst Du mir noch ganz anders um den Hals fallen und einmal über das andere ausrufen: „Wie hübsch, wer einen Mann so vorzüglich wie Dich hat!" Und ich werde dann Deiner Freude gar keinen Halt tun können und Du wirst mich dann in Dein Zimmer führen, wo Du aufgeputzt und beschert hast . . . das Glück! Dann werden wir immer stiller, der Christbaum brennt immer schwächer und Küsse sind unser Gebet, daß es immer so bleiben möge...

 

 

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- Vorschaubild: Robert Schumann, Lithographie von Joseph Kriehuber, Wien 1839; bearb., von Rita Dadder. Im Bild unten: Original-Signatur von Robert Schumann
- Bild "Clara Schumann": Porträt auf dem 100-DM-Schein, bearb. von Rita Dadder