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Kennst du Bertolt Brecht?
Gudrun Schulz
2013, 156 Seiten + CD, ab 16 Jahre
Der gute Mensch von Sezuan

Der gute Mensch von Sezuan

Luise Knoll

Ein Stück des epischen Theaters

Das Stück „Der gute Mensch von Sezuan" geschrieben von Bertolt Brecht, ist dem epischen Theater zuzuordnen.
In Sezuan besuchen drei Götter die Erde, um in der vermeintlich schlechten Welt, gute Menschen zu finden. Als die Götter erwartet werden, erklärt sich Shen Te, eine Prostituierte, bereit, die Götter aufzunehmen. Am Morgen hinterlassen die Götter ihr einen Geldbetrag für das Nachtquartier.
Daraufhin kauft sich Shen Te einen kleinen Tabakladen, womit sie gute Taten vollbringen möchte. Durch fordernde, ausnutzende und angebliche Freunde und Bekannte sind ihre finanziellen Reserven schnell aufgebraucht. Deshalb ist sie gezwungen in die Rolle eines imaginären Vetters Shui Ta zu schlüpfen, der scheinbar die Rechnungen für sie bezahlen würde.


Während Shen Te nicht mehr auftaucht, wird Shui Ta vor Gericht gestellt, sie umgebracht zu haben. Nach Räumung des Saals gibt sich Shui Ta als Shen Te zu erkennen. Sie erklärt die Doppelrolle mit der Unmöglichkeit, in einer Welt von Not und Elend, gut zu sein. Die Götter wollen es sich jedoch nicht eingestehen, dass die Aufgabe zu schwierig ist, und dass die Welt geändert werden muss.
Das Ende bleibt offen und das Publikum wird dazu aufgefordert, sich selbst einen guten Schluss zu suchen.

„Der gute Mensch von Sezuan" setzt sich intensiv mit den gesellschaftlichen Umständen der Zeit auseinander. Zehn Bilder zeigen die Handlungen von Menschen auf der persönlichen, gesellschaftlichen, institutionellen und wirtschaftlichen Ebene. Das Werk fordert den Leser auf, die im Stück demonstrierten Verhältnisse mit seinen Erfahrungen zu vergleichen und wiederzuerkennen.

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Bildquelle: Blick über die Provinz Sezuan, gemeinfrei