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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

Brüder zur Sonne zur Freiheit

Brüder zur Sonne zur Freiheit

Hermann Scherchen

Brüder zur Sonne zur Freiheit ist ein Lied für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Der Deutsche Musikinterpret und Dirigent Hermann Scherchen (1891-1966) hat es kennengelernt, als er zu Beginn des 1. Weltkrieges (1914) in Lettland in russische Gefangenschaft geriet. Er dichtete dazu 1918 den deutschen Text. Die Melodie basiert auf einem russischen Studentenlied. Den russischen Urtext („Tapfer, Genossen, im Gleichschritt ...") verfasste Leonid Petrowitsch Radin (1860-1900). Erstmals gesungen wurde er 1898 bei einem Zug von politischen Gefangenen durch Moskau. Das Lied avancierte neben der „Internationalen" und „Wann wir schreiten Seit an Seit" zum Kampflied kommunistischer und sozialistischer Parteien und Organisationen. Es wurde jedoch auch in der nationalsozialistischen SA gesungen und in einem Liederbuch von 1934 als „Kampflied der SA" ausgegeben. Die mitreißende Melodie und der eingängige Text wurden inzwischen über die Arbeiterbewegung hinaus gesungen und erklangen auch bei den Montagsdemonstrationen 1989 in Leipzig.

Scherchens „Brüder zur Sonne..." umfasste drei Strophen, wurde aber nach „Bedarf" erweitert und geändert.

Florian Russi

Brüder, zur Sonne, zur Freiheit,
Brüder zum Lichte empor,
Hell aus dem dunklen Vergangnen
leuchtet die Zukunft hervor.

Seht wie der Zug von Millionen
endlos aus Nächtigem quillt,
Bis eurer Sehnsucht Verlangen
Himmel und Nacht überschwillt.

Brüder, in eins nun die Hände,
Brüder, das Sterben verlacht,
Ewig der Sklav'rei ein Ende,
Heilig die letzte Schlacht.

 

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Vorschaubild: Rita Dadder