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André Barz
Kennst du E.T.A. Hoffmann?

"Erlaubst du, geneigter Leser, ein Wort? Hättest du nicht Lust auf einen Tee oder eine heiße Schokolade? Vielleicht magst du aber auch lieber einen Punsch, so wie ich?"

Dieses Buch, versehen mit allerlei Bildern und Zeichnungen, macht es leicht E.T.A. Hoffmann kennenzulernen. Das Beste daran ist, der "erste Fantasy-Dichter" erzählt ganz persönlich sein Leben, davon, wie er eigentlich Musiker werden wollte und dann doch Schriftsteller geworden ist, obwohl ihn das nie interessiert hat, und von seinen Erfahrungen mit der Liebe. Nebenbei gibt er einige seiner Märchen und Erzählungen zum besten.

Verzeihung

Dieses Gedicht ist eine Liebeserklärung und, ungewöhnlich für Busch, ganz ohne Sarkasmus. Es ist ein Nachruf. Er kann sie nicht vergessen. Er drängt und wiederholt seine Worte. Immer noch braucht er ihr Verständnis und ihre Verzeihung, denn er hat sich nicht geändert.

Rita Dadder

 

O du, die mir die Liebste war,
Du schläfst nun schon so manches Jahr.
So manches Jahr, da ich allein
Du gutes Herz, gedenk ich dein.
Gedenk ich dein von Nacht umhüllt,
So tritt zu mir dein treues Bild.
Dein treues Bild, was ich auch tu,
Es winkt mir ab, es winkt mir zu.
Und scheint mein Wort dir gar zu kühn,
Nicht gut mein Tun,
Du hast mir einst so oft verziehn,
Verzeih auch nun.

 

 
*****

Zeichnung/en von Wilhelm Busch, coloriert u.teilw. bearb. von Rita Dadder