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Sesenheimer Liebeslyrik

Florian Russi

Während seines Studiums in Straßburg lernte Johann Wolfgang von Goethe die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und Goethe wurde durch Friederike zu wundervollen Gedichten angeregt.

Einige von ihnen (Heideröslein, Mailied, Willkommen und Abschied u. a.) zählen zu seinen besten und beliebtesten überhaupt. In diesem Heft sind sie vorgestellt und mit Bildern und Erläuterungen angereichert.

Der Ausweg

Folgendes Gedicht spiegelt sehr schön Wilhelm Buschs schwarzen Humor und den Witz seiner Lausbubengeschichten, wie er allen von der Geschichte von Max und Moritz bekannt ist.

Mia Brettschneider

 

Du fragtest mich früher nach mancherlei.
Ich sagte dir Alles frank und frei.
Du fragtest, wann ich zu reisen gedächte,
Welch ein Geschäft ich machen möchte.
 
Ich sagte dir offen: dann und dann;
Ich gab dir meine Pläne an.
Oft hat die Reise mir nicht gepaßt;
Dann nanntest du mich 'n Quirlequast.
 
Oft ging's mit dem Geschäfte krumm;
Dann wußtest du längst, es wäre dumm.
Oft kamst du mir auch mit List zuvor;
Dann schien ich mir selber ein rechter Thor.
 
Nun hab ich, weil mich dieses gequält,
Mir einen hübschen Ausweg gewählt.
Ich rede, wenn ich reden soll,
Und lüge dir die Jacke voll.

 

 

*****

Zeichnung/en von Wilhelm Busch, coloriert u.teilw. bearb. von Rita Dadder