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Leben & Tod
Organspende - ja, nein oder vielleicht?

ISSN 2193-7249
Preis (zzgl. 1 € Einzelheft/ 3 € Abo Versandkosten) Einzelheft 3,50 € / Abo 10,50 €

Familientrauer

Der Gute Ton- Familientrauer

Wenn wir einen nahen Verwandter oder einen geliebten Menschen verlieren, so löst das bei uns große Trauer aus.  Das ist normal und sogar notwendig, um den Tod und den damit verbunden schweren Verlust verarbeiten zu können. Doch jeder Mensch geht anders mit seiner Trauer um. Ist es verwerflich sich nicht wochenlang in schwarz zu kleiden? Ist es falsch, öffentlich zu weinen oder gar zu lachen?!

Was sagt der „Gute Ton", wie wir uns in solchen Situationen zu verhalten haben beziehungsweise wie wir uns vor 100 Jahren hätten verhalten sollen?

Familientrauer

 „Gegen den Tod ist kein Graut gewachsen" sagt ein alter Spruch. Fast mehr noch als bei irgendeiner anderen Gelegenheit im menschlichen Leben sind die Augen der Welt auf diejenigen gerichtet, welche von dem Todesfall in der Familie getroffen wurden sind. Bei keiner anderen Gelegenheit wird der Verstoß so schwerwiegend genommen als bei dieser. Sich seinem Schmerz schrankenlos hingeben, wird von dritten Personen bitter gerügt.

„Sterben ist ja eine natürliche, notwendige, vernünftige und gerechte Sache" sagt ein großer deutscher Theologe. Die Hinterbliebenen haben sich allerdings  mit ihrem Schmerz abzufinden und müssen die Situation mit Würde tragen. Während der Trauerzeremonie sollen sie sich still, ernst und würdevoll verhalten.

Die einem Todesfall für die Hinterbliebenen und nächsten Verwandten folgende Trauerzeit ist für jeden, der die Meinung der Welt nicht leichtfertig nimmt, einzuhalten. Verstöße und Übertretungen gegen den guten Ton während der Trauerzeit wiegen schwer, denn sie werden von der Welt mit am härtesten verurteilt.

Man unterscheidet bei der Trauerzeit  die Zeit der tiefen Trauer, der einfachen Trauer und der Halbtrauer.  Die tiefe Trauer dauert bei der Witwe mindestens sechs Monate, die einfache und die Halbtrauer je drei Monate.  Während der tiefen Trauer kleidet man sich wie beim Begräbnis, ganz in schwarz, ohne jede Farbe und ohne Schmuck. In der einfachen Trauer kann die Witwe ihren Schleier abnehmen und schwarzen Schmuck tragen, während der Halbtrauer sind grau und weiß gestattet. Die tiefe Trauer darf nicht unterbrochen werden und die Teilnahme am Vergnügen oder Theaterbesuchen gilt es zu vermeiden. In der Periode der halben und einfachen Trauer können bei Gelegenheiten wie zum Beispiel eine Hochzeit, die äußeren Zeichen der Trauer abgelegt werden, doch wird es auch von niemanden übel gedeutet werden, wenn sich Trauernde davon ausschließen.  

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