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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Nachts

Leises Schauern

 

Der Dichter Joseph von Eichendorff (1788-1857) ist der bekannteste Vertreter der Literatur der deutschen Romantik. Seine Gedichte sind geprägt von christlichem Glauben, Naturnähe, Gefühlsintensität und Menschlichkeit. Das Gedicht „Nachts" ist ein Zeugnis dieser Haltung. Hier erlebt sich der wandernde Dichter als Teil eines ihn tief berührenden Naturschauspiels.

Das Gedicht, ergänzt um den ebenfalls von Eichendorff stammenden „Nachtgruß", wurde von Ernst Dadder (1897-1968) unter dem Titel „Nachtgesang" vertont und u. a. von Siegmund Nimsgern (geb. 1940) gesungen.

Florian Russi

 

Ich wandre durch die stille Nacht,
Da schleicht der Mond so heimlich sacht
Oft aus der dunklen Wolkenhülle,
Und hin und her im Tal
Erwacht die Nachtigall,
Dann wieder alles grau und stille.

O wunderbarer Nachtgesang:
Von fern im Land der Ströme Gang,
Leis Schauern in den dunklen Bäumen -
Wirrst die Gedanken mir,
Mein irres Singen hier
Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.

 

*****

Fotos: Rita Dadder