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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

Zogen einst fünf wilde Schwäne

Zogen einst fünf wilde Schwäne

Ein Lied gegen den Krieg

      

   

Nicht sicher geklärt ist die Entstehung dieses Liedes, dessen Autor bzw. Autoren unbekannt sind. Aufgezeichnet wurde es erstmals in einer privaten Liedersammlung aus dem Jahr 1908. Die heutige Forschung ortet seine Herkunft in das Gebiet von Westpreußen. Verbreitet war es in der Region um die Danziger Bucht. Eine Quellenangabe und die Nennung des Memelstrands in der vierten Strophe deuten darauf hin, dass es sich ursprünglich um ein litauisches Lied gehandelt haben könnte. Wie dem auch sei, Text und Melodie sind allgemein anrührend in ihrer lakonischen Melancholie.
„Zogen einst ......" ist ein Antikriegslied, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Jugend- und ein halbes Jahrhundert später in der Friedensbewegung sehr beliebt war bzw. noch ist. Von Krieg ist im Text direkt nicht die Rede, aber er nennt lapidar die Kriegsfolgen, die Schwäne, Birken, junge Männer und Frauen existentiell treffen. Den „wilden Schwänen" verwandt ist das 1955 von dem Amerikaner Pete Seeger geschriebene „Sag mir, wo die Blumen sind ......". Auch dieses Lied soll osteuropäische Ursprünge haben.

Florian Russi

           

   

    

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