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Im Zeichen der Trauer

Im Zeichen der Trauer

Dieses Buch führt Glaubenssätze, Erkenntnisse von berühmten Philosophen, Gedichte, Lieder und Ergebnisse der modernen Sterbeforschung auf, die geeignet sind, die Trauernden zu trösten und ihnen auch die Angst vor dem eigenen Tod zu mildern. Feinfühlig und doch nüchtern und realitätsnah dargestellt, sollen die Texte Tränen trocknen und Mut zusprechen.

Die Spur von meinen Erdentagen

Die Spur von meinen Erdentagen

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) mied wo er nur konnte, Kranke und Beerdigungen - sogar die seiner Frau Christiane. Den Tod selbst sah er im Gespräch mit J. P. Eckermann allerdings gelassen¹:
„Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist von ganz unzerstörbarer Natur: es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unseren irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet."
Dementsprechend lässt Goethe in seinem Faustdrama (Faust II, 5. Akt) seinen Helden sagen:
„Es kann die Spur von meinen Erdentagen nicht in Äonen untergehn."

 

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¹aus: Florian Russi (Hrsg.), Im Zeichen der Trauer, Weimar 2006, S. 30.
Vorschaubild Goethestandbild auf dem Theaterplatz in Weimar (Ausschnitt): Rita Dadder